Leichlingen: Deutlich weniger Einbrüche

Leichlingen: Deutlich weniger Einbrüche

536 Fälle kreisweit, das sind so wenige wie seit zehn Jahren nicht mehr. Doch stieg die Zahl der Sexualdelikte rapide an. Das zeigt die polizeiliche Kriminalstatistik für 2017.

14 Sexualstraftaten gab es 2017 in Leichlingen - zwölf mehr als noch 2016. Das teilte die Polizei des Rheinisch-Bergischen Kreises gestern bei der Präsentation der Kriminalstatistik mit. Kreisweit verdoppelte sich die Anzahl. Das ist auf der einen Seite Grund zur Besorgnis, andererseits sind die Beamten aber auch froh über diesen Anstieg. "Wir glauben, dass diese Zunahme daran liegt, dass es ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung gibt, welches sexuelle Verhalten verwerflich ist", sagte Ralf van Uden, Leiter Direktion Kriminalität. Das bedeutet: Die Straftaten gab es vorher genauso, sie werden jetzt aber häufiger zur Anzeige gebracht. "Ein Teil der Dunkelziffer hat sich sozusagen in den hellen Bereich verlagert", sagte van Uden.

Einen Schwerpunkt, der besonders prädestiniert für sexuelle Übergriffe ist, konnten die Beamten nicht feststellen. Ob in Discos, Bussen oder zuhause - "das passiert im öffentlichen und nicht öffentlichen Bereich gleichermaßen", sagte van Uden. Ebenfalls ursächlich für den Anstieg der Zahlen sei die Einführung der sexuellen Belästigung als Straftatbestand im November 2016. Diese sei 2017 vor allem von Frauen zur Anzeige gebracht worden. Immer häufiger gehe es um sexuelle Beleidigungen oder die Zusendung unangemessener Bilder im Internet.

Insgesamt ist das Kriminalitäts-Niveau in Leichlingen niedrig. 2017 gab es insgesamt 1060 Straftaten und damit nur knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr. Die häufigsten Delikte waren Diebstahl, Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Sachbeschädigung. Positives gibt es vor allem aus dem Bereich der Wohnungseinbrüche zu vermelden. "Die Anzahl der Einbrüche und Einbruchsversuche hat sich in den vergangenen zwei Jahren halbiert", freute sich van Uden. Nur noch 536 Fälle zählte die Polizei kreisweit - der niedrigste Wert der letzten zehn Jahre. 54 davon entfallen auf Leichlingen, das sind 34 weniger als noch im Vorjahr. Der Anteil der Einbrüche, die nicht über den Versuch hinausgekommen ist, liegt bei 50 Prozent. "Wir haben es geschafft, die Bürger so zu beraten, dass die Täter gar nicht erst eindringen können", sagte van Uden. Auf Hinweise bleibe man aber weiterhin angewiesen.

(kron)