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Der Eichenprozessionsspinner ist zurück in Leichlingen

Allergie-Alarm : Der Eichenprozessionsspinner ist zurück in der Stadt

Stadt hat mehrere Bereiche um Eichen abgesperrt. Spezialfirma saugt ab. Die Brennhaare der Raupe können Allergien auslösen. Stadt gab im vergangenen Jahr knapp 10.000 Euro für die Beseitigung von 46 Nestern aus.

Die Spinnwebe an der hochgewachsenen Eiche am Rande des Friedhofs Kellerhansberg weist eine helle Stelle auf. Wie ein überdichtes Spinnennetz. Darin längliche Würmer, die sich in dem Gespinst pudelwohl fühlen. Vor dem Baum ein rot-gelbes Flatterband: „Vorsicht! Eichenprozessionsspinner“, steht da und der Hinweis, dass für den Menschen Allergiegefahr besteht. Denn die Raupen haben sogenannte Brennhaare, der Kontakt mit diesen kann zu starken Reizungen und allergischen Reaktionen von Haut, Atemwegen und Schleimhäuten führen. Längere Aufenthalte im Umfeld der Bäume sollten vermieden werden.

 Eingesponnene Raupen am Kellerhansberg.
Eingesponnene Raupen am Kellerhansberg. Foto: Ludmilla Hauser

Der Friedhof Kellerhansberg ist nicht das einzige Fleckchen, an dem sich der Eichenprozessionsspinner in der Blütenstadt in diesem Jahr breitmacht. Am Rothenberg, Wallgraben und einmal mehr an der Grundschule Büscherhof etwa sind weitere derzeit betroffene Stellen markiert. „Die Schule war am 27. Mai der erste Ort, der uns gemeldet worden ist“, berichtet Bürgermeister Frank Steffes. Dort seien die Rauben bereits abgesaugt. Sukzessive folgen die anderen Orte. „Die Arbeiten sind beauftragt, Schritt für Schritt werden sie abgearbeitet“, merkt der Stadtchef an. Seit drei Jahren werde Leichlingen massiv vom Prozessionsspinner aufgesucht, ebenso andere Städte. Das hänge mit wärmeren Temperaturen zusammen, bei denen sich der Schmetterling und dessen Raupen offenbar wohlfühlten, vermutet Steffes.

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Auch 2019 hatte es die Grundschule Büscherhof erwischt. Neun Nester hatten damals an zwei Bäumen von einer Spezialfirma entfernt werden müssen.  „Wir lassen die Nester nur um öffentlichen Verkehrsraum entfernen, nicht auf Privatgrundstücken oder im Wald“, betont Steffes. Allein das geht ins Geld. Im vergangenen Jahr hat die Stadt  knapp  10.000 Euro für 46 Bäume an 22 Standortorten ausgegeben. „Insgesamt waren 120 Stunden nötig, um alle gemeldeten Nester zu beseitigen. An einigen Standorten, wie den Sportplätzen und Schulen, waren die Firmen auch mehrmals“, fasst der Stadtchef zusammen.