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Das sagt die Stadtverwaltung Leichlingen zur Kita Öffnung

Am Montag wird geöffnet : Das sagt die Stadtverwaltung zur Kita-Öffnung

Es ist an der Zeit, dass Kitas die Familien entlasten, ordnet Bürgermeister Frank Steffes ein. Zunächst gibt es nur einen eingeschränkten Regelbetrieb. Vom Land versprochene Masken sind noch nicht eingetroffen.

  „Ich halte das für eine ganz wichtige Entlastung der Eltern. Wir wissen, wie angespannt die Situation in den Familien teilweise ist“, betont Bürgermeister Frank Steffes zur Kita-Öffnung.

Vorerst soll es einen eingeschränkten Regelbetrieb geben, um die Kitas zu entlasten. Das bedeutet, dass jedes Kind um zehn Stunden kürzer betreut wird als vor der Corona-Pandemie. „Statt 45, 35 oder 25 Stunden, entspricht die Betreuungszeit je nach gebuchter Leistung 35, 25 oder 15 Stunden“, erläutert Steffes. Das sei auch notwendig, um die angespannte Personalsituation in vielen Kitas bei gleichzeitigem Mehraufwand bei der Betreuung abzufedern. Denn: „Einige ältere Erzieherinnen und Erzieher gehören zur Risikogruppe und können deshalb noch nicht wieder arbeiten“, sagt er. Gleichzeitig sei es in vielen Kitas gang und gäbe, Teilzeitstellen für den Vormittag zu vergeben und nachmittags Gruppen zusammenlegen. Das ist durch das Land nun untersagt.

Es versprach, zwei Millionen FFP2-Masken und drei Millionen Mund-Nasen-Masken den Jugendämtern der Kommunen zukommen zu lassen. Davon sei bisher nichts angekommen, sagt Steffes. Dass Kinder und Erzieher Mund-Nasen-Maske tragen, sei aber auch nicht in den Konzepten vorgesehen und wäre in der Praxis schwierig umzusetzen. „Die Kinder würden sich erschrecken und ihre Erzieher nicht wiedererkennen. Wir stellen den Erziehern Gesichtsvisiere zur Verfügung“, erläutert Sarah Trump, Leiterin des Teams Kita im Jugendamt.

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Sie half den zehn Kitas in Leichlingen in den vergangenen Wochen mit den Kita-eigenen Fachberatungen bei der Ausarbeitung der Hygienekonzepte. Gerade bei Kleinkindern seien Abstandsregeln nicht einzuhalten: „Kinder sind auf Körperkontakt angewiesen. Ihnen Nähe zu verwehren, wäre gar nicht möglich.“ Deshalb seien die Visiere auch nicht während des normalen Betriebs zu tragen, sondern nur in der Bring- und Abholsituation mit den Eltern.

Aber auch ohne ein Abstandsgebot sei es „hochaufwendig“, die Konzepte zu realisieren, sagt Trump, Eltern etwa dürfen die Kita nicht betreten:  „Sie kriegen unterschiedliche Orte und Uhrzeiten genannt, wo sie die Kinder abgeben können. Beim Kindergarten am Büscherhof gibt es zu jeder Gruppe eine einzelne Tür, damit sich die Kinder nicht begegnen.“ Das Land schreibt feste, getrennte Gruppen für die Kitas vor. Es muss jeder Toilettengang begleitet werden, damit sich kein Kind unbemerkt in eine andere Gruppe begibt. Um diese Vorgaben personell zu stemmen, wurden die Gruppen vielerorts neu zusammengestellt.

Manche Eltern lassen ihre Kinder aus Vorsicht vorerst zu Hause, heiße es aus den Kitas, von der ersten Erfahrungswoche mit den Vorschulkindern. Der Großteil sei erleichtert, dass sie wieder betreut werden. Trump: „Davon abgesehen vermissen viele Kinder ihre Freunde. Kontakt zu Gleichaltrigen ist wichtig für ihre Entwicklung.“

 „Die Wiederöffnung der Kitas ist wie Vieles gerade ein Abwägungsprozess, bei dem Gesundheitsrisiko, wirtschaftliches Risiko und das der Kindswohlgefährdung durch häusliche Gewalt abzuwägen sind“, sagt Steffes. „Ich finde, das ist uns in Deutschland bisher ganz gut gelungen.“