Leichlingen: Dank für eine Radarkontrolle

Leichlingen: Dank für eine Radarkontrolle

Anwohner hatten es schon länger gewünscht: Dienstag kontrollierte die Polizei das Tempo der Autos auf der Landrat-Trimborn-Straße. Bilanz einer halben Stunde: nur zwei Verstöße, aber jede Menge Zuspruch der Anlieger.

Dass Anwohner herauskommen, wenn in der Nähe ihres Hauses eine Tempokontrolle läuft, ist für die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis nichts Ungewöhnliches. "Doch dann gibt es in der Regel eher kritische Bemerkungen", berichtet Polizeisprecherin Gabriele Bienewald. Gestern an der Landrat-Trimborn-Straße sei das anders gewesen: "Da sind Anwohner gekommen und haben sich ausdrücklich für die Aktion bedankt."

Tempo-Falle: Laserpistole im Polizei-Einsatz. Foto: Endermann (Archiv)

Kein Wunder: Immerhin waren Tempokontrollen eine Forderung in der Diskussion um den derzeitigen Abriss des Gehrke-Hauses und die damit verbundene Mehrbelastung der Landrat-Trimborn-Straße mit Lkw. "Hierbei sind insbesondere Kinder gefährdet, was wohl einer der Gründe für die bestehende Tempo-30-Zone ist", hatten 31 Anwohner im Januar in einem Schreiben an die Stadtverwaltung mitgeteilt. Einige Tage später stellte die SPD den Antrag auf Geschwindigkeitskontrollen. Auf "freier Strecke" der Landrat-Trimborn-Straße solle gemessen werden, wie schnell die Laster dort unterwegs seien.

30 Minuten kontrolliert

  • Leichlingen : Halteverbot auf Trimborn-Straße

Eine halbe Stunde lang — zwischen 9 und 9.30 Uhr — postierten sich die Ordnungshüter mit einer Laserpistole etwa auf Höhe des Kinderdorfes St. Heribert. Baustellenfahrzeuge fielen dabei nicht durch zu schnelles Fahren auf. Zwei Privatautos mussten dagegen angehalten werden.

"Das waren allerdings auch keine besonders drastischen Verstöße", hieß es am Nachmittag seitens der Polizei. Der Schnellste sei mit 44 statt 30 km/h gemessen worden. Beide Fahrer erhielten ein Verwarnungsgeld. Die Anwohner gaben der Polizei dann auch noch den Tipp, doch mal morgens gegen 7.30 Uhr zu kontrollieren, dann werde besonders häufig gerast.

Werner Trage ist einer derjenigen, die das Protestschreiben an die Stadt unterzeichnet haben. Er sagte gestern: "Wir finden es gut, dass die Polizei hier kontrolliert." Seitdem die Kirchstraße gesperrt sei und Autofahrer die Landrat-Trimborn-Straße als Umleitung nutzten, habe sich die Situation verschlimmert. "Meine Frau und ich halten uns strikt an Tempo 30", sagt Trage, "auch wenn wir wieder mal einen Drängler im Genick haben."

(RP/rl)