Damensitzung KG Herrenelferrat : Jecke Wiever feiern raderdoll

Damensitzung der KG Herrenelferrat lockte viele närrische Frauen aus dem Umland nach Leichlingen. Top-Bands aus Köln sorgten für Stimmung.

Bombenstimmung bei der zehnten Damensitzung der KG Herrenelferrat. Raderdoll und knatschverdötsch feierten hunderte farbenfroh kostümierte Wiever sich selbst und den Fasteleer. Jecke Mädels met kölschem Hätz und in jeder Alterslage zündeten am Samstag ein launiges Feuerwerk nach dem anderen. Sie genossen es, unter sich zu sein und hemmungslos feiern zu können. Schon kurz nach Sitzungsbeginn waren Sekt und Wein ausverkauft, kurzfristig musste Nachschub besorgt werden.

Vereinsgründer und Vorsitzender Dirk Fischer war zufrieden und konnte das bunte Treiben von außen so richtig genießen. Erst ein Jahr zuvor hatte er die Sitzungsleitung an seinen Nachfolger Jens-Teten Vagt, Leichlingens Ex-Prinz von 2009, abgegeben. Nicht ohne Stolz bemerkte Fischer: „Bei zwei Veranstaltungen (am Sonntag war Herrensitzung) an einem Wochenende haben wir mehr Gäste als der gesamte organisierte Leichlinger Karneval bei allen Sitzungen zusammen.“ Kein Wunder. Denn mit der Micky-Brühl-Band, Rabaue, Domstürmer und Kasalla sowie Kärnseife standen am Samstag etliche Top-Künstler aus der Domstadt auf der Bühne. Neu waren dagegen die „Rezag Husaren“, eine Ehrengarde aus Porz, die bei ihrem ersten Auftritt in der Blütenstadt donnernden Applaus ernteten. Großbildschirme auf beiden Seiten der Halle hatten die Blicke auf die Bühne erleichtert.

Viele Gruppen waren besonders aufwendig verkleidet. Da gab es Teufel, Engel, Königinnen oder Fantasiekostüme. Fast überall funkelte und glitzerte es. Die meisten Besucherinnen kamen aus dem Umland, nur rund 40 Prozent aus Leichlingen. „Weil das die tollste Damensitzung weit und breit ist“, waren sich Sonja, Peggy und Betty sowie rund 40 Mädels aus Solingen einig. „Wir haben extrem viel Spaß“, bestätigten Ronja und ihre 20 Freundinnen aus Bergisch Neukirchen, die als Schneefrauen verkleidet waren.

Obwohl er hinter der Theke und Bier zapfen musste, hatte auch Bernd Schneider seine helle Freude am fröhlichen Trubel. Gemeinsam mit Ehefrau Heike reist er schon seit drei Jahren eigens aus Herrenberg (Nähe Stuttgart) an vielen Wochenenden jeweils 800 Kilometer ins Rheinland, um den Verein und seine 50 aktiven Mitglieder mit seiner Arbeit zu unterstützen. „Weil es solch ein Vergnügen ist“, begründete Schneider. „Diese Stimmung, das Schunkeln und die freundlichen Menschen gibt es nur im Rheinland. Das muss man selbst erlebt haben, sonst glaubt es keiner.“ Kleine Randerscheinung: Bei Partys zu Hause im Schwabenland schenkt Schneider grundsätzlich Früh-Kölsch aus. Darauf stehen selbst Nachbarn, die normalerweise kein Bier trinken.

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