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Leichlingen: Damensitzung des FLK: So macht Karneval Spaß

Leichlingen : Damensitzung des FLK: So macht Karneval Spaß

In der ausverkauften Aula Am Hammer feierten die jecken Wiever bunt kostümiert bei Sektchen, Schnittchen und toller Stimmung

Es läuft richtig gut für die Leichlinger Jecken in dieser Session. Gerade der Sitzungskarneval, in der Blütenstadt vor wenigen Jahren noch mit ein wenig Sorge betrachtet, zeigt sich in diesem Jahr von seiner besten Seite.

Direkt zu Beginn des Jahres hatte die KG Rittergilde mit ihrer Sitzung in Oberbüscherhof gepunktet, letzte Woche zogen die Damen und Herren des Herrenelferrates mit ihren Veranstaltungen nach. Und Samstag nun die Damensitzung des Festkomitees Leichlinger Karneval: 350 jecke Wiever in einer ausverkauften Aula Am Hammer feierten den Nachmittag bunt kostümiert bei Sektchen, Schnittchen und toller Stimmung durch.

Schon der Einmarsch des Damenelferrates - in diesem Jahr allesamt in Königinnen-Robe - mit dem Garde-Korps Köln aus Zündorf, kam einem ersten Höhepunkt gleich. Die Gardisten in ihren blau-weißen Uniform traten an diesem Tag mit ihrem Regimentsspielmannszug, Regimentstochter Katharina Pfolk und Tanzoffizier Maximilian Masgai nicht nur für die Leichlinger auf, sondern feierten sich zugleich selbst: Auf den Tag genau wurde die KG Blau-Weiß Zündorf am Samstag 90 Jahre alt. Doch alt wirkte an diesem Tag keiner der Akteure, vielmehr begeistert vom bunten Publikum in der Blütenstadt.

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Nach so einem Großaufgebot könnte es für einen einzelnen Redner schwierig werden, die Stimmung zu halten. Klaus aus Köln hatte kein Problem damit, hatte der Bauchredner doch auch noch seinen sprechenden Affen Willi mitgebracht. Die Sprüche kamen an, die Karnevalistinnen - in diesem Jahr viele in Rot und Weiß, aber auch schwarze Hexen, mit Hirschgeweih, roten, blauen, pinken, grünen Perücken, wahlweise mit oder ohne blinkenden Glühbirnchen im Kunsthaar - hatten Spaß: Reiner Calmund bezeichneten die Handpuppe und ihr Halter als rheinischen Buchsbaumzünsler, der "frisst und frisst und einfach nicht satt zu kriegen ist".

Weiter ging es mit veganen Karnevalsveranstaltungen in Köln, die leider wieder abgeschafft werden mussten, weil das Dreigestirn nicht auftreten dürfte: Prinz und Bauer trügen Federn auf dem Kopf und die Jungfrau habe Eier. Am Ende mussten Klaus und Willi sogar noch eine Zugabe geben, bevor die Kölner Musiker von "De Boore" die Bühne in der Schulzentrums-Festhalle übernahmen.

Bereits bei den ersten Tönen standen die jecken Wiever und schunkelten fröhlich mit. Derweil sammelten sich vor der Aula schon die diesjährigen großen und kleinen Tollitäten.

Kurze Absprache, wie sie samt Garden ihre Ein- und Auszüge in der vollen Halle aufeinander abstimmen sollten, eiliges Warmmachen der Tänzer und Tänzerinnen. Und wenig später den fröhlichen Damen ein besonders gutes Programm geboten.

So macht Sitzungskarneval wieder Spaß!

(RP)