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Chef des Leichlinger Sportpalasts denkt über Neubau nach

Thorsten Reith will mit Fitnessstudio in Leichlingen bleiben : Sportpalast-Chef denkt über Neubau nach

Thorsten Reith möchte mit seinem Fitnessstudio innerhalb Leichlingens weitermachen. Aber es gibt behördliche Stolpersteine. Bis voraussichtlich Herbst muss er die jetzt genutzten Flächen im ehemaligen Kaufpark-Gebäude räumen.

Noch am vergangenen Wochenende hatte sich Bürgermeister Frank Steffes optimistisch gezeigt, dass es mit dem Neubau des Vollsortimenters mit Wohnungen am Wupperufer in diesem Jahr zügig losgehen kann. Unklar ist allerdings die Zukunft eines Mieters, der seit vielen Jahren im Obergeschoss des ehemaligen Supermarkt-Gebäudes ist: Das Fitnessstudio „Sportpalast“ sucht dringend nach neuen Räumlichkeiten. Spätestens im Herbst dieses Jahres muss es die Flächen an der Neukirchener Straße wohl räumen. „Ich möchte auf jeden Fall in Leichlingen weitermachen,“ sagt Sportpalast-Chef Thorsten Reith.

Mit der Suche angefangen hat er schon vor fast vier Jahren, hat sich etwa für die Fläche der alten Post im Brückerfeld interessiert. Auch das alte Rathaus mit Anbau wäre für ihn wegen der zentralen Lage optimal gewesen, dort aber hat die Stadt ihr Vorkaufsrecht geltend gemacht, vermietet den Anbau an das Sozialkaufhaus Globolus. Ins Auge fasst Reith nun einen Neubau, die Pläne dafür liegen schon in der Schublade. „Ich hätte Trainingsflächen wie heute, aber alles moderner, heller, außerdem mit Bistro und Saunaanlage“, erzählt der Diplom-Sportlehrer und Gesundheitstrainer.

So ein Neubau könnte auf rund 1000 Quadratmetern Grundstück entstehen, investieren würde er bis zu 800.000 Euro. Ein Problem – und das ist das entscheidende – gibt es allerdings dabei: „Die Pläne stehen, die Finanzierung steht. Aber das Grundstück ist nicht sicher“, sagt Reith. Zwei Optionen hätte er in Gewerbegebieten im Westen der Stadt, an beiden Standorten gibt es derzeit keinen Bebauungsplan, der den sofortigen Baustart zuließe. Darüber ist er seit Wochen im Gespräch mit der Stadt, weitergekommen ist er allerdings bislang nicht: Die Klärung der Frage, wie schnell die notwendigen Pläne geändert werden könnten, verzögert sich seit vor Weihnachten. „Allmählich läuft mir die Zeit davon“, sagt der Sportpalast-Inhaber. Als Diplom-Sportlehrer, da ist er sich sicher, würde er ziemlich schnell wieder einen Job finden. „Ich habe aber auch Verantwortung für meine Mitarbeiter und meine Kunden, die wissen wollen, wie es weitergeht“, betont Reith. Im Sportpalast sind mit ihm 14 Menschen beschäftigt, mehr als 600 Kunden trainieren regelmäßig in seinen Räumen.

Auch die Musikschule dürfte ein Interesse daran haben, dass die Standortfrage gelöst wird: Sie ist zu äußerst günstigen Konditionen vier Mal in der Woche mit ihren Kursen in Reiths Räumen. Gibt es grünes Licht für die Bebauung eines der Grundstücke, wäre ein neues Fitnessstudio schnell errichtet: Für den Bau der Halle rechnet Thorsten Reith mit vier, mit deren Innenausbau noch einmal mit zwei Monaten.