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Leichlingen: CDU: Viel Energie beim Neujahrsempfang

Leichlingen : CDU: Viel Energie beim Neujahrsempfang

Leuchtturmprojekte für die kommenden fünf Jahre hat der Leichlinger CDU-Vorsitzende Rainer Hüttebräucker gestern beim Neujahrsempfang der Christdemokraten in Schloss Eicherhof vorgestellt. Die Aufstellung eines Verkehrskonzeptes für die ganze Stadt, die Entwicklung der Monteferro-Brache zu einem modernen Gewerbestandort sowie die Planung und der Bau eines barrierefreien Ärztehauses zählen zu den wichtigsten Zielen der CDU nach der Kommunalwahl ebenso wie die Überprüfung und Aktualisierung des Flächennutzungsplanes unter besonderer Berücksichtigung erneuerbarer Energien.

"Wir wollen das momentane Schulchaos beenden. Zum Blick auf die nachwachsenden Generationen gehört mit hoher Priorität auch der Blick auf die städtischen Finanzen", sagte Hüttebräucker vor rund 120 Gästen, darunter EU-Energiekommissar Günther Oettinger und EU-Parlamentarier Herbert Reul.

Umsetzen will die CDU das in Übereinstimmung mit den Bürgern. "Bürgerbeteiligung wird bei uns nicht nur ein schönes Wort zur Ruhigstellung kritischer Bürger sein, nein: Wir werden Wege und Formen für die aktive und wirksame Bürgerbeteiligung in die Verwaltungsabläufe dieser Stadt installieren", kündigte der CDU-Chef an. In einem Gebiet von Diepental bis Hülserhof wollen die Christdemokraten naturnahe Freizeitaktivitäten und kulturelle Veranstaltungen fördern und die notwendigen Beherbergungskapazitäten ermöglichen. "Und wir werden uns hier um die Erzeugung regenerativer Energie aus Wasserkraft kümmern". Mit diesem Stichwort ebnete Rainer Hüttebräucker den Weg für die Ausführungen Oettingers.

Der plädierte für ein starkes Europa und gegen einen Alleingang Deutschlands bei der Energiewende. "Wenn wir die Welt von morgen mitgestalten wollen, müssen wir zusammenhalten", sagte der Mann aus Brüssel. Werte wie Demokratie und soziale Marktwirtschaft ließen sich nur dann in instabile Regionen wie derzeit die Ukraine exportieren, wenn Europa mit einer Stimme auftrete. Zugleich sprach sich Oettinger vehement dafür aus, die Energiewende in Deutschland nicht im Alleingang zu machen. "Wenn die Energie hierzulande zu teuer wird, werden die Industrieunternehmen ins Ausland abwandern". Deutschland aber sei nur aufgrund seiner Industrie so stark.

"Mit einer Null-Bereitschaft werden wir nicht dort bleiben, wo wird sind", mahnte Günther Oettinger. Die Deutschen dürften sich nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen und gleichermaßen Atomkraft, Kohlekraftwerke, Stromtrassen und Gaspipelines ablehnen.

(inbo)