Leichlingen: CDU rückt von Stadtparkbebauung ab

Leichlingen: CDU rückt von Stadtparkbebauung ab

Die CDU-Fraktion im Stadtrat hat gestern beantragt, von der Bebauung des Geländes "Neuer Stadtpark" abzusehen. Damit distanzierten sich die Christdemokraten deutlich von ihrer bisherigen Position.

Die CDU-Fraktion im Leichlinger Stadtrat ändert ihre Meinung: In Zusammenarbeit mit dem Stadtverband der Christdemokraten hat sie gestern einen Antrag zur Innenstadtentwicklung auf den Weg gebracht, der von ihrer bisherigen Position deutlich abweicht. In dem Schreiben an Bürgermeister Ernst Müller heißt es: "Wir beantragen, von der Bebauung des Geländes "Neuer Stadtpark" abzusehen. Daher lehnen wir die bislang eingereichten Entwürfe ab."

Stattdessen schlägt die CDU die Überplanung der bisherigen Kaufpark/Aral-Flächen vor mit dem Ziel, dort auch in Zukunft einen Vollsortimenter anzusiedeln. "Trotzdem ist die Öffnung zur Wupper weiter integraler Bestandteil der Planungen", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dominique Rondé.

Bei der Innenstadtentwicklung solle außerdem die Entwicklung einer "Markthalle" im Brückerfeld ebenso geprüft werden wie die Frage, ob mit einem weiteren Baukörper entlang der Kirchstraße bei Abriss des alten Sparkassengebäudes die Garten- und Kirchstraße besser integriert werden könnten und die Brückenstraße attraktiver werde.

Antrag ist "Gedankenspiel"

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Nicht zuletzt müssten laut CDU-Antrag zusätzlich weitere Einzelhandelsflächen in Leichlingen gesucht und entwickelt werden. "Der Antrag basiert auf den Ergebnissen der CDU-Hauptversammlung im April und einer Befragung unserer Mitglieder", erläuterte Daniela Bein, Vorsitzende des Stadtverbandes der Christdemokraten.

Er sei sowohl von der Fraktion als auch von den anwesenden Parteimitgliedern am Dienstagabend einstimmig beschlossen worden. In der Vergangenheit seien die CDU-Mitglieder nicht in die Meinungsbildung der Fraktion einbezogen worden, sagte CDU-Fraktionschef Dominique Rondé zum Positionswechsel. Auch mit den aktuellen Investoren oder Rewe habe man bislang nicht gesprochen, da es sich bei dem Antrag um ein "Gedankenspiel" bzw. um eine "Positionsbestimmung" der CDU handele.

"Wir können uns vorstellen, dass die Innenstadtentwicklung so funktioniert, sind aber noch nicht konkreter geworden", betonte Rondé. In der Aufspaltung des Gesamtprojektes in mehrere Teile (Wupperufer, Brückerfeld, Kirchstraße) sieht der Fraktionschef den Vorteil, dass sie auch nacheinander realisiert werden könnten, so dass der jetzige CDU-Antrag die Stadtentwicklung zeitlich nicht zurückwerfe. In das Planungsteam zur Innenstadtentwicklung, das erst Anfang dieser Woche fraktionsübergreifend gegründet worden war, will sich die CDU weiterhin einbringen.

(RP/rl)