Leichlingen: CDU fordert Kombibad-Neubau am Eicherhofsfeld

Leichlingen: CDU fordert Kombibad-Neubau am Eicherhofsfeld

Zwei Tage vor der Rats-Sondersitzung am Freitagabend um 17 Uhr hat sich die CDU festgelegt: Sie will den Neubau eines Kombibades am Eicherhofsfeld. Das beantragt sie für die Sitzung, bei der laut Bürgermeister auch mehrere Gutachter dabei sein sollen.

Laut einer Projektstudie, die der Redaktion vorliegt, könnten am Eicherhof für etwa 17 Millionen Euro auf einer Fläche von rund 12.500 Quadratmetern ein neues Kombibad mit zwei Außenbecken sowie einer Halle mit drei Wasserbecken und dem Therapiezentrum entstehen. Die Zufahrt zum Parkplatz mit 85 Stellplätzen würde über die Straße "Am Hammer" erfolgen.

"Die Vor- und Nachteile der Standortfrage eines Neubaus sind von der CDU-Fraktion intensiv abgewogen worden", erklärten die Christdemokraten. Für das Eicherhofsfeld spräche aber die Nähe zum Schulzentrum, mit Blick auf Wegezeiten und -risiken der Schüler. Zudem könnte eine gemeinsame Nutzung der Energiezentrale des Schulzentrums helfen, Kosten zu sparen. Schließlich sei der Neubau am Eicherhofsfeld unter dem Strich günstiger durch die Verkaufserlöse des alten Badgeländes Büscherhof.

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Nicht ganz so euphorisch ist Manfred Ackermann, der mit Matthias Winzer das Schloss Eicherhof als Veranstaltungsort für Tagungen und Hochzeiten betreibt. Das geplante Außenbecken ist kaum 50 Meter vom Innenhof des Schlosses entfernt, nur getrennt durch ein paar Bäume. "Wir sind natürlich nicht begeistert, aber wir würden uns auch nicht dagegen sträuben", sagt Ackermann. Er wisse zwar noch nicht, ob es Beeinträchtigungen geben würde, es gebe aber durchaus Befürchtungen wegen möglichen Lärmbelästigungen und Störungen von Sichtachsen zum denkmalgeschützen Gemäuer. Ihm liege auch daran, dass Kinder einen Ort zum Schwimmen haben, er hoffe aber, "dass man das Schlösschen bei den Planungen berücksichtigt", in dem pro Jahr rund 130 standesamtliche Trauungen stattfänden. "Es wäre zu kurz gedacht, wenn man sich damit ein Leichlinger Wahrzeichen kaputt machen würde", so Ackermann.

(RP)
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