Leichlingen: CDU: Dominique Rondé tritt zurück

Leichlingen: CDU: Dominique Rondé tritt zurück

CDU-Fraktionschef Dominique Rondé hat gestern seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender zum 31. Januar bekannt gegeben. Als Motiv nannte der 29-Jährige berufliche Gründe. Bereits morgen soll Rondés Nachfolger gewählt werden.

Das neue Jahr beginnt für die Leichlinger CDU so, wie das alte aufgehört hat — mit einem Rücktritt: "Hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mein Amt als Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leichlingen mit Wirkung zum 31. Januar aufgeben werde", schrieb Dominique Rondé gestern Mittag nach dem Neujahrsempfang der Leichlinger Christdemokraten im Bürgerhaus Am Hammer, in einer Pressemitteilung.

Als Motiv für seinen Rücktritt nannte Rondé berufliche Gründe: "Da ich am 1. Februar eine neue berufliche Herausforderung antrete und zudem ab dem Sommersemester 2013 ein Masterstudium aufnehme, bin ich zur Überzeugung gekommen, dass ich das Amt nicht weiter so ausführen kann, wie ich es eigentlich müsste", begründete Rondé seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender.

"Ich musste in den vergangenen Monaten feststellen, dass das Amt des Fraktionsvorsitzenden viel zeitlichen Aufwand bedeutet. Diese Zeit habe ich in den vergangenen Monaten auch gerne investiert. Allerdings musste ich auch feststellen, das es nicht einfach ist, die beruflichen Belange, die eine beratende Tätigkeit mit hohem Reiseanteil, die persönlichen Belange, die ein begleitendes Studium mit Präsenzzeiten am Wochenende und die politischen Belange, die das Amt des Fraktionsvorsitzenden mit sich bringen, dauerhaft unter einen Hut zu bringen", führte Rondé weiter aus.

In vielen Gesprächen habe sich zudem "eine Lösung herauskristallisiert, die für die CDU-Leichlingen, die Ratsfraktion und die Belange der Stadt Leichlingen eine bessere Basis" bildeten als "ich es in den kommenden Monaten sein könnte".

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Alle weiteren Mitgliedschaften in den Fachausschüssen und Rondés Vorsitz im Ausschuss für Schulen und Sport seien von seiner Entscheidung nicht betroffen. Rondé selbst sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er sich für das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden zur Wahl stellen wolle. Der Streit innerhalb der CDU habe nichts mit seiner Entscheidung zu tun, betonte Rondé. Rondés Nachfolger soll morgen Abend im Zuge einer Fraktionssitzung, gewählt werden. Den Neujahrsempfang im Bürgerhaus, bei dem Armin Laschet, Vorsitzender der NRW-CDU, zu Gast war, hatte Rondé gestern vorzeitig verlassen.

SPD-Fraktionschef Hans Gonska zeigte sich überrascht von Rondés Rücktritt: "Ich muss die Entscheidung akzeptieren und respektieren, berufliche Gründe gehen vor." Da Rondé sich kürzlich noch zuversichtlich gezeigt habe, "die Sache bis zum Ende der Ratsperiode durchzustehen", sei das "ein Indiz dafür, dass es im Inneren der CDU weiterhin brodle".

"Ich finde die Entscheidung vernünftig, richtig, ehrlich und anständig", kommentierte CDU-Europaabgeordneter Herbert Reul gestern auf Anfrage. CDU-Chefin Dr. Daniela Bein nannte die Entscheidung "nachvollziehbar und vernünftig".

(jugu)