Leichlingen: Carport-Besitzer: Vorwürfe gegen die Polizei

Leichlingen: Carport-Besitzer: Vorwürfe gegen die Polizei

Die Hausbewohnerin, deren Carport am 16. Januar in Flammen aufgegangen war, fühlt sich ungerecht verdächtigt. Die Polizei bestreitet, sie mit der Tat in Verbindung gebracht zu haben.

Mehr als eine Woche nach dem Brand in einem Carport an der Immigrather Straße ist offenbar noch immer nicht klar, ob es sich um Brandstiftung gehandelt hat. Dies bestätigte die Polizei Rhein-Berg gestern auf Anfrage. Am Samstag 16. Januar, gegen 0.30 Uhr war die Feuerwehr Leichlingen alarmiert worden. Vor Ort stellte sich heraus, dass bereits der gesamte Carport mit Pkw lichterloh brannte.

Daraufhin wurde Vollalarm für alle vier Löschzüge gegeben, da die Flammen schon auf das Wohnhaus und ein daneben stehendes Gebäude übergriffen. Im weiteren Verlauf wurden die Leichlinger durch den Löschzug Burscheid-Dierath unterstützt. An beiden Häusern entstand erheblicher Schaden, insgesamt 150.000 Euro.

Da wenige Tage zuvor eine 59-jährige Leichlingerin festgenommen worden war, der diverse Brandstiftungen zur Last gelegt wurden, kam schnell die Frage auf, ob und wie denn der neue Feuerausbruch in das Brandstiftungs-Muster einzuordnen sei.

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"Hinsichtlich der Ursache gibt es noch keine abschließende Festlegung", hatte eine Sprecherin der Polizei Rhein-Berg gesagt. Es könne bislang zwar nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Brandstiftung gehandelt habe. Es sei aber ebenfalls möglich, dass der Brand durch Fahrlässigkeit, also etwa durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuer oder Glut, entstanden sei.

Das brachte die Carport-Besitzerin jetzt in Rage: "Diese Aussage hat mich zutiefst geschockt, und ich verwahre mich hiermit in aller Form gegen eine derartige Unterstellung", schrieb sie in einer Stellungnahme. Auch wenn die Mülltonnen unter dem Carport gestanden hätten, "bin ich mir absolut bewusst, was in eine Restmülltonne gehört und was nicht".

"Wir wollten absolut niemanden verdächtigen oder in ein schlechtes Licht rücken", stellte die Polizeisprecherin gestern klar. Sie habe mit ihrer Äußerung lediglich darlegen wollen, dass bis zu einem klaren Ergebnis in alle Richtungen ermittelt werde, das sei aber Routine - "und keineswegs eine Vorverurteilung der Anwohner".

(RP)