Bratapfelfest in Leichlingen mit Glühwein und Bratäpfeln in allen Variationen

Bratapfelfest in Leichlingen : Glühwein und Bratäpfel in allen Variationen

Rund um den alten Stadtpark wurde es am Wochenende beim Bratapfelfest vorweihnachtlich. Viele Vereine präsentierten sich und ihre Arbeit.

Zum 22. Mal präsentierte sich am Wochenende das Leichlinger Bratapfelfest als kleiner, familiärer Weihnachtsmarkt. Da an beiden Tagen die frühwinterlichen Temperaturen zur passenden Atmosphäre beitrugen, fanden besonders viele Besucher den Weg an den alten Stadtpark. „So muss das sein. Wenn es im Advent noch so warm ist, macht das alles nicht so viel Spaß wie bei knackiger Kälte“, sagte ein Besucher, der mit Freunden aus Leverkusen aufs Bratapfelfest gekommen war.

So aber gab es für Glühwein, Bratapfel und Co. viele dankbare Abnehmer. Auch die Stände mit Kunsthandwerk, Schmuck und Adventskränzen, aber auch Kulinarischem von Schnitzel bis zu heißen Maronen waren gut besucht. Auch in der 22. Auflage war das Fest als der „andere“ adventliche Markt „von Leichlingern für Leichlinger und Freunde“ konzipiert. Dementsprechend haben sich die örtlichen Vereine ins Zeug gelegt, um mit den Verkaufserlösen die Kassen für Schulen, Kindergärten, Fußballvereine, Tafel oder Pfadfinder aufzufüllen.

Darunter auch die Realschule. Schüler und Eltern hatten nach eigenem Bekunden in wochenlanger Vorarbeit Großartiges in Handarbeit geleistet. So wurden an dem Stand nicht nur Wichtelmänner mit bunten Zipfelmützen verkauft, sondern auch echte Unikate aus Holz, Weihnachtskarten und vieles mehr, dazu auch noch heißer Kaffee und Waffeln gegen kalte Hände und Füße.

Auch bei der katholischen Grundschule direkt gegenüber hatten sich die Plätzchenbäcker mächtig ins Zeug gelegt, um ihr fein abgepacktes Backwerk an die Kundschaft zu bringen. Daneben verkaufte Sebastian Lemmer, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Büscherhof, Bratäpfel in allen Varianten, um damit den Sparstrumpf des Vereins aufzufüllen.

Die Besucher hatten die Qual der Wahl, ob ihr Bratapfel lieber süß mit Mandeln, Rosinen und Marzipan sein sollten oder eher herzhaft mit Blutwurst und Kartoffel gefüllt und mit Zwiebelsoße übergossen. „Wir finden, die deftige Variante passt zur Region, das ist so schön rheinisch“, sagte Lemmer.

Der Nikolaus kam auch vorbei – und hatte natürlich Äpfel im Gepäck. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Und noch eine Neuigkeit hatte Lemmer in diesem Jahr parat: Ganz im Trend der Zeit bekamen die Kunden ihren Wunschbratapfel nicht mehr im Plastikgeschirr und mit Plastikmesser und -gabel. „Wir haben uns im Sinne des Umweltschutzes dafür entschieden, zum Beispiel plastikfreie Schüsseln und Besteck aus Zuckerrohr zu verwenden. Das ist zwar teurer, aber das ist es uns wert“, sagte der Fördervereinsvorsitzende. Im nächsten Jahr wolle man vielleicht noch einen Schritt weitergehen und wiederverwertbares Geschirr nutzen.