1. NRW
  2. Städte
  3. Leichlingen

Leichlingen: "Blitz-Marathon" in der Kritik

Leichlingen : "Blitz-Marathon" in der Kritik

Der landesweite "Blitz-Marathon", bei dem am 3. Juli diesen Jahres Polizisten an einigen der 2673 von Bürgern in NRW gemeldeten "Wutpunkten" Tempokontrollen als Schwerpunktaktion durchgeführt hatten, erhält ein politisches Nachspiel – zumindest im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Der landesweite "Blitz-Marathon", bei dem am 3. Juli diesen Jahres Polizisten an einigen der 2673 von Bürgern in NRW gemeldeten "Wutpunkten" Tempokontrollen als Schwerpunktaktion durchgeführt hatten, erhält ein politisches Nachspiel — zumindest im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Dort hat der Kreisverband der Freien Wähler jetzt ein Schreiben an Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke verfasst, das den "Blitz-Marathon" überaus kritisch betrachtet. Die Zielrichtung der von der rot-grünen Landesregierung initiierten Aktion liege nicht in der Verbesserung des Fahrverhaltens der Autofahrer, "sondern lediglich in einer geschickt vermarkteten Aktion, unter dem Deckmäntelchen der Verkehrssicherheit die öffentlichen Kassen mit dem Geld der Autofahrer zu füllen", heißt es da unter anderem.

Gerade mit dem "Wutpunkte"-Aufruf an die Bürger habe die Aktion jede Rationalität verlassen: "Es geht nicht um Gefahrenstellen, die die Polizei aufgrund ihrer Statistiken bestens kennt, es geht um Befindlichkeiten, um das subjektive Sicherheitsgefühl", kritisieren die Freien Wähler. Ähnlich kritisch, wie jetzt der Kreisverband hatte sich unmittelbar nach dem "Blitz-Marathon" bereits Joachim Orth von der UWG in Leichlingen geäußert.

(RP)