Leichlingen/Wermelskirchen: Blitz-Marathon: 261 Temposünden im Kreis

Leichlingen/Wermelskirchen : Blitz-Marathon: 261 Temposünden im Kreis

Beim zweiten Blitz-Marathon am Dienstag wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis zwischen 6 und 24 Uhr 3633 Fahrzeuge kontrolliert. Es gab 261 Temposünden, die ein Verwarngeld nach sich zogen - davon 23 in Leichlingen und 42 in Wermelskirchen.

Beim Großteil der Fälle lagen die Geschwindigkeitsüberschreitungen zwischen sieben und 20 km/h. In zehn Fällen wurden zudem Anzeigen/Verwarngelder wegen anderer Verkehrsdelikte erhoben.

Im gesamten Kreis wurde an 25 Kontrollstellen die Geschwindigkeit überwacht. Dabei haben rund 40 Beamte der Kreispolizei und vier Mitarbeiter der Kreisordnungsbehörde Kontrollen mit Lasermessgeräten (Polizei) und Radarwagen (Kreis) durchgeführt.

Den Negativrekord im nördlichen Kreisgebiet (Leichlingen, Burscheid und Wermelskirchen) wurde in Wermelskirchen festgestellt. Dort wurde ein Autofahrer mit 53 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen. Er muss 80 Euro zahlen und bekommt ein Punkt in Flensburg.

In Leichlingen hatte die Polizei für Bleifuß-Strategen eine zusätzliche Hürde aufgebaut. Gut einen Kilometer vor dem angekündigten Blitzer in der Ortschaft Ziegwebersberg stand ein zweiter, nicht angekündigter, an der Bahnhofstraße: Und in den rauschte ausgerechnet ein Fahrzeug der Stadt Leichlingen. Zu schnell ist zu schnell, egal, wer am Steuer sitzt.

In Ziegwebersberg stand nicht nur Polizeidirektor Manfred Frorath an der Messstelle, er hatte auch die "Wutpunkt"-Paten Kevin Assmann, Ulrike Mitas und Marianne Müller hinzugebeten. Müller schilderte das waghalsige Überholmanöver eines Rasers, das um ein Haar in einem schweren Unfall geendet hätte — und das an einer Stelle, wo häufig Kinder die Straße überqueren müssen. Frorath versprach, die Örtlichkeit bei der nächsten Verkehrsbesprechung der Behörden zum Thema zu machen. So wirkt der Blitzmarathon auch nach seinem Ende noch positiv weiter.

(irz/peco)