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Leichlingen: Betreiber will Edeka an der Trompete ausbauen

Leichlingen : Betreiber will Edeka an der Trompete ausbauen

Die Bezirksregierung könnte 300 Quadratmeter mehr genehmigen. Bisher durften sie vom Markt-Betreiber nur als Lager genutzt werden.

Einzelhändler Hans-Ulrich Bonus wagt einen neuen Anlauf: Der Betreiber des Edeka-Marktes an der Reusrather Straße will gemeinsam mit der Stadt bei der Bezirksregierung einen Antrag stellen, seinen Lebensmittelmarkt um rund 300 Quadratmeter erweitern zu dürfen. Als er das Geschäft im Sommer 2015 eröffnete, hatte ihm die Bezirksregierung noch verboten, diese Fläche für den Verkauf zu nutzen. Aktuell dient sie deshalb als Lager. "Jetzt aber ist der Kaiser's am Hammer weg. Damit hat sich das Angebot in der Stadt verringert", erklärte Bonus gestern, warum er gerade den Antrag an die zuständigen Stellen vorbereitet.

Dürfte er die bereits vorhandenen Flächen in den Verkaufsraum einbeziehen, könnte er die Gänge breiter und das Sortiment größer machen. Insgesamt hätte das Geschäft dann rund 1300 Quadratmeter, Bäckerei und Lotterie noch gar nicht eingerechnet. "Das ist für einen modernen Supermarkt eine normale Größe", betonte Hans-Ulrich Bonus. Schließlich wachse das Sortiment ja auch immer weiter an, um den Kundenwünschen gerecht werden zu können.

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"Früher gab es eine Sorte Waschmittel, heute haben wir Pulver, Tabs, Flüssigwaschmittel, solches für weiße und für schwarze Wäsche", nannte der Edeka-Betreiber ein Beispiel für die wachsenden Ansprüche der Kundschaft beziehungsweise das sich stetig vergrößernde Angebot. Im Wettbewerb mit anderen Anbietern sei es zudem wichtig, aktuelle Themen aufzugreifen - unter anderem etwa vegane oder Bio-Lebensmittel.

Wenn es zu der Erweiterung kommen sollte, denkt der Händler auch über die Einrichtung eines Mittagstisches in Verbindung mit der vorhandenen Metzgerei und Frischetheke nach. Rund 200.000 Euro würde Hans-Ulrich Bonus für den Ausbau noch einmal in die Hand nehmen, merkte er gestern an, für den neuen Markt hatte er vor zwei Jahren bereits rund sieben Millionen Euro auf dem Grundstück des ehemaligen Schützenplatzes an der Trompete investiert.

"Einfacher und günstiger wäre es natürlich gewesen, die Fläche von Anfang an nutzen zu können", sagte Bonus. Nun müsste der Umbau im laufenden Betrieb erfolgen. Wenn alles gut geht, hofft er bis Mitte dieses Jahres auf die Genehmigung der Bezirksregierung.

"Ich bin ein positiver Mensch. Aber es ist ein sensibles Thema, und ich möchte nicht spekulieren oder irgendjemanden unter Druck setzen", ließ er gestern zugleich offen, ob die Genehmigung tatsächlich kommt und ob dieser Zeitrahmen einzuhalten sein wird.

Nach den 45 Mitarbeitern, die er schon vor zwei Jahren frisch eingestellt hat, könnte der Ausbau weitere Arbeitsplätze mit sich bringen. Außerdem trüge er laut Hans-Ulrich Bonus zur Sicherung der vorhandenen Jobs bei.

(inbo)