Bahnhof Leichlingen: Bahn stellt Anzeige wegen Schäden

Leichlingen: Schäden in der Unterführung: Bahn stellt Strafanzeige

Wenn man in diesen Tagen durch die Unterführung im Leichlinger Bahnhof geht, bietet sich ein Bild der Zerstörung. Abgerissene Teile der Holzverkleidung hängen von den Wänden oder liegen auf dem Boden herum.

Die entstandenen Löcher geben den Blick auf die dahinterliegenden Stahlkonstruktionen frei und beginnen sich langsam mit Müll zu füllen.

Ingo Fritsch, der Eigentümer des unmittelbar benachbarten Kiosks "Bine's Büdchen", überrascht dieser Anblick allerdings nicht mehr: "Ich habe zwar nicht gesehen, wer das war, aber sowas passiert hier öfter", sagt er. Tatsächlich seien solche Vorfälle kein Novum am Leichlinger Bahnhof, denn auch am Bahnsteig und in der Umgebung komme es häufiger zu Sachbeschädigung.

"Es werden die Glasscheiben der Fahrpläne eingeschlagen, Mülltonnen umgeworfen und Reifen zerstochen" beklagt sich Fritsch. Sogar zwei Einbrüche habe es bei ihm schon gegeben. Oft ziehe sich morgens eine regelrechte Schneise vom Bahnhof über die Uferstraße bis in die Stadt mit ähnlichen Beschädigungen.

Bei der Deutschen Bahn hieß es gestern, von den aktuellen Schäden in der Leichlinger Unterführung habe das Unternehmen bisher noch nichts mitbekommen. Gleichwohl soll sich noch in dieser Woche das für Leichlingen zuständige Bahnhofsmanagement Köln um die Angelegenheit kümmern. Von dort aus werde auch so schnell wie möglich eine Beseitigung der Schäden veranlasst.

Unabhängig davon will die Bahn den Vorfall bei der Polizei anzeigen: "Das machen wir in jedem Fall von Vandalismus, der uns bekannt wird", erklärte ein Sprecher. Kioskbetreiber Ingo Fritsch glaubt nicht, dass das viel bringen wird. Er sagt: "Die Polizei scheint mir mit all dem Vandalismus überfordert - die kommt in der Regel dann, wenn die Täter schon verschwunden sind."

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(RP)