Leichlingen: Arbeitskreis votiert für die Kieferpläne - die CDU fehlt

Leichlingen: Arbeitskreis votiert für die Kieferpläne - die CDU fehlt

Während die CDU-Fraktion ihre Beteiligung am interfraktionellen Arbeitskreis zu den Innenstadtplänen von Investor Philipp Kiefer und Architekt Bernhard Reiser am Mittwochabend verweigerte (wir berichteten), hat das Gremium am selben Abend einen wegweisenden Beschluss gefasst: "Die Kiefer-Reiser-Pläne haben nach unserer Auffassung ein erkennbares Realisierungspotenzial", fasste Bürgermeister Frank Steffes gestern Abend im Stadtrat das Ergebnis der Beratung zusammen.

Alle Fraktionen, außer der CDU, hätten am Mittwochabend sehr konstruktiv, offen und ergebnisorientiert miteinander gearbeitet, lobte Steffes.

Die CDU-Fraktion, die anstelle dieses interfraktionellen Arbeitskreises einen Sonderausschuss Innenstadtgestaltung einrichten lassen wollte, lud der Bürgermeister herzlich ein, sich doch noch in den Arbeitskreis einzubringen. Dazu erfolgte gestern keine Reaktion bei der CDU.

Das Ergebnis der Beratungen des interfraktionellen Arbeitskreises sei Philipp Kiefer und Bernhard Reiser umgehend mitgeteilt worden, berichtete Steffes weiter. Der Arbeitskreis habe die beiden aufgefordert, eine zweite Variante vorzulegen, damit die Bürger bei der anstehenden Befragung auch eine tatsächliche Entscheidungsmöglichkeit hätten. Diese Alternativplanung möge eine Variante bieten, was die Größe der geplanten Verkaufsfläche anbetreffe. Auch soll gemeinsam mit Investor und Architekt geklärt werden, wie eine Finanzierung eines Rathausneubaus aussehen könnte.

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In der anschließenden Bürgerfragestunde versuchte Sigrid Lindackers von der Stadtparkinitiative zwar noch die CDU sozusagen als Urheber der Forderung nach einer Bürgerbeteiligung hervorzuheben und zitierte dafür aus dem Leserbrief von Herbert Reul. Lindackers beeilte sich hinzuzufügen, dass sie aber keiner Partei angehöre. Der Bürgermeister musste sie aber belehren, dass alle Fraktionen eine Bürgerbefragung wollten - und zwar aller Leichlinger.

Der interfraktionelle Arbeitskreis habe sich lediglich zuerst eine eigene Meinung zu den Kieferplänen gebildet. Und der Stadtrat solle sich dann an das Quorum der Bürgerbefragung binden. Der CDU-Antrag zu einer Bürgerinformation auf der Tagesordnung war damit überholt durch das Ergebnis des Arbeitskreises.

(RP)
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