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Leichlingen: Aldi will aufs Precise-Gelände

Leichlingen : Aldi will aufs Precise-Gelände

Die Leichlinger Innenstadt soll einen neuen Magneten erhalten. Der Discounter Aldi will demnach auf das Precise-Gelände am Wallgraben umziehen. Am jetzigen Standort obere Brückenstraße möchte die Stadt Wohnbebauung.

Noch ist nichts unterschrieben, aber die Gespräche laufen bereits seit Januar und sollen recht gute Fortschritte machen: Der Discounter Aldi will demnach seinen derzeitigen Standort an der oberen Brückenstraße aufgeben und auf das Gelände der ehemaligen Firma Precise am Wallgraben umziehen. Dies erfuhr unsere Zeitung gestern aus gut unterrichteten Kreisen.

Nach der Insolvenz des Präzisionsspindelherstellers waren Maschinen und Einrichtungsgegenstände bereits im vergangenen Jahr versteigert worden. Zuletzt war es dann nur noch um das Firmengebäude und das Grundstück gegangen. Nun steht offenbar mit der Einzelhandelsnutzung eine Lösung unmittelbar bevor.

Stadt bestätigt Aldi-Pläne

Bei der Stadt Leichlingen bestätigte man gegenüber unserer Zeitung gestern die Aldi-Pläne. "Das Unternehmen ist durch so genannte Scouts, die gezielt nach guten Innenstadt-Grundstücken suchen, auf das Precise-Gelände aufmerksam geworden", erklärte Christian Scheffs, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEL). Er habe auch bereits entsprechende Gespräche dazu mit Aldi geführt. "Die Lösung wäre aus mehreren Gründen gut", sagt Scheffs: "Zum einen bringt Aldi hunderte Kunden künftig auf seinen Parkplätzen in die Nähe des Brückerfeldes, selbst wenn nicht alle die 300 Meter bis dahin zu Fuß laufen werden. Zum anderen bekommen wir aber auch endlich die recht großen Verkehrsströme aus der Tempo-30-Zone rund um den derzeitigen Standort heraus."

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Allerdings stellt die Stadt nicht zuletzt aus diesem Grund auch eine Bedingung, wie Scheffs betont: "Auf Aldi soll an der oberen Brückenstraße kein Gewerbebetrieb mehr folgen." Stattdessen wünsche man sich, dass das Gebiet für Wohnbebauung erschlossen werde.

Wann aus der Planung Wirklichkeit wird, steht noch nicht fest, doch auch in dieser Frage hat Christian Scheffs klare Vorstellungen: "Falls die Gespräche zügig zu einem guten Abschluss kommen, könnte gemeinsam mit der Politik schon im Sommer die erforderliche Bebauungsplanänderung in Angriff genommen werden." Dann sei ein Spatenstich unter Umständen bereits im kommenden Jahr denkbar.

Auf einen Aldi-Umzug hoffen im übrigen auch viele ehemalige Precise-Mitarbeiter. Denn je nach dem Erlös, der für Gebäude und Grundstück erzielt werden könne, seien auch noch finanzielle Auswirkungen für die Belegschaft denkbar, heißt es aus Mitarbeiterkreisen.

(RP)