ADFC kritisiert Pläne für Sanierung der Moltkestraße in Leichlingen

Umstrittene Sanierung : ADFC kritisiert Pläne für Moltkestraße

Vor der Sitzung des Verkehrsausschusses am heutigen Donnerstag, 9. Mai, hat sich der ADFC zu den Sanierungsplänen der Stadt für die Moltkestraße geäußert. In einer Pressemitteilung kritisiert der ADFC diese scharf.

„Der ADFC Kreisverband Rheinberg-Oberberg hält den Verwaltungsvorschlag für nicht zukunftsorientiert, da er die Bedürfnisse der Radfahrenden völlig unzureichend berücksichtigt.“

Der zunehmende Anteil des Radverkehrs erfordert einen Ausbau der Fahrradinfrastruktur auch in Leichlingen. Die Trennung der Wege, der Schutz der Radfahrer vor schnellem Kraftverkehr und der Schutz der Fußgänger vor schnellen Radfahrern sollte dabei im Vordergrund stehen, heißt es in dem Schreiben des ADFC.

Die Moltkestraße ist eine stark befahrene Hauptverkehrsstraße. Der ADFC moniert, dass für die weniger befahrene Bismarckstraße ein Schutzstreifen und Aufstellbereich für Radfahrer eingeplant sind, auf der stark befahrene Moltkestraße aber weder ein getrennter Radfahrweg, noch ein 1,5 Meter breiter Schutzbereich auf der Fahrbahn, noch ein Aufstellbereich vor der Ampel vorgesehen ist.  Obwohl der zur Verfügung stehende Straßenquerschnitt 13 Meter betrage, werde keine Verbesserung der Fahrrad-
infrastruktur erfolgen.

Bedenklich sei auch die Begründung der Stadt, warum statt des geplanten Abzweigens eines zwei Meter breiten  Parkplatzstreifens für Anwohnerparkplätze kein Radfahrstreifen möglich sein soll und Parkverbote in Leichlingen nicht durchgesetzt werden können. „Ein Verzicht auf die Ansprüche des ruhenden Kfz-Verkehrs der Anwohner für die Ausweisung von Radfahrstreifen würde bedeuten, dass diese wegen des herrschenden Parkdrucks zugeparkt werden und sich die Sicherheit für den Radverkehr so ins Negative wendet“, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Aufgrund der Bedeutung als Hauptverkehrsweg kann auch, laut Auskunft der Verwaltung, auf der Moltkestraße die zulässige Geschwindigkeit nicht auf 30 Stundenkilometer herabgesetzt werden.

Das Ergebnis dieser Baumaßnahme wird für Jahrzehnte Bestand haben, argumentiert der ADFC. „Der Verkehrsausschuss und die Bezirksregierung sollte die fehlende Fahrradinfrastruktur der Moltkestraße einfordern und die Vorlage zur Überarbeitung an die Planung zurück überweisen.“

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