30 Vereine engagieren sich für Leichlingen

Vereinstag : 30 Vereine präsentieren sich im Stadtpark

Beim Vereinstag zeigen Ehrenamtler das ganze Spektrum ihres Engagements. Drei Leichlinger Vereine werden besonders geehrt.

Rund 200 Vereine gibt es in Leichlingen in ganz unterschiedlichen Bereichen, sei es Sport, Brauchtum oder soziales Engagement. 30 von ihnen zeigten jetzt, wie und in welchen Bereichen sie im Einzelnen agieren, das demonstrierten sie am Sonntag beim zweiten Leichlinger Vereinstag, der alle zwei Jahre ausgerichtet wird.

Viele Vereine suchen Nachwuchs. Das gilt auch für die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen. Eine spezielle Übung war für Kinder und Jugendliche jedoch nur bedingt geeignet. Es ging darum, Holzklötze eines überdimensionierten Geschicklichkeitsspiels mit Hilfe einer hydraulischen Rettungsspreize zu einem Turm zu stapeln. Das sah vielleicht leicht aus, war aber echte Schwerstarbeit mit dem 20 Kilo wiegenden Instrument. Unter Aufsicht von Gruppenführer und Hauptbrandmeister David Goossens vom Löschzug Oberschmitte und seiner Kollegin Silke Griepentrog – sie feierte an diesem Tag ihren 52. Geburtstag – vom Löschzug Witzhelden, wagte sich Frank Herold (48) aus Leichlingen an das Experiment. Anschließend meinte er, es sei eine echte Herausforderung gewesen und kommentierte: „Es ist wirklich beeindruckend, was die Feuerwehr leistet.“

Unterdessen überreichte Bürgermeister Frank Steffes auf der Bühne im Neuen Stadtpark drei Preise für besonderes ehrenamtliches Engagement. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung hatte die Sieger in seiner Sitzung am 1. Juli 2019 einstimmig aus insgesamt 17 Bewerbungen bestimmt. Der Förderverein Alter Wasserturm wurde zum Gewinner des Heimatpreises ernannt und mit einer Prämie in Höhe von 3500 Euro belohnt. Die Auszeichnung nahm der zweite Vorsitzende, Carsten Leisner, entgegen. Seinen Angaben zufolge plant der Verein das Geld in den weiteren Erhalt und die Pflege des Wasserturms zu investieren. „Damit kommen wir ein ganz schönes Stück weiter.“

Der zweitplatzierte Kirchbauverein Witzhelden wird sein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro vor allem für die Restaurierung von Kirchenbänken in der evangelischen Dorfkirche verwenden, berichtete der zweite Vorsitzende Gerd Bunk. Dank der 250 Mitglieder konnten innerhalb der letzten vier Jahre schon mehr als 100.000 Euro eingesetzt werden.

Über insgesamt 500 Euro freute sich der Imkerverein Leichlingen mit seinem Vorsitzenden Detlef Steiner. „Dieser Betrag ist für die Ausbildung von jungen Imkern bestimmt“, erläuterte er und ergänzte: „Das Bienensterben soll bei uns in Leichlingen nicht fortgesetzt werden.“

Kraftakt: Besucher Frank Herold versucht an einem Stand der Feuerwehr sein Geschick an der hydraulischen Rettungsspreize. Foto: Uwe Miserius

Vom Leben und Sterben eines in Witzhelden geborenen Musikers berichtete an anderer Stelle beispielsweise die Johann Wilhelm Wilms-Gesellschaft. „Wir wollen an den 1772 in Witzhelden geborenen Musiker Johann Wilhelm Wilms erinnern“, erklärte Vorsitzender Frank Lefers. „Seine Musik darf nicht in Vergessenheit geraten, nur weil er in die falsche Stadt gegangen ist.“ Denn Lefers ist der Meinung, der Pianist, Flötist und Komponist wäre berühmt geworden, hätte er sich nicht in Amsterdam, sondern in Wien niedergelassen. In den Niederlanden ist er besser bekannt als Komponist der einstigen niederländischen Nationalhymne. Der Verein und seine 60 Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, jährlich zum Tauftag ein Konzert zu veranstalten. Der Geburtstag des Künstlers jährt sich 2022 übrigens zum 250. Mal, dann sind mehrere größere Konzerte geplant.

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