Leichlingen: 22 Einsätze wegen "Xynthia"

Leichlingen: 22 Einsätze wegen "Xynthia"

Das Orkantief beschäftigte am Sonntag auch die Freiwillige Feuerwehr viele Stunden lang. Im Vergleich zu anderen Kommunen in Nordrhein-Westfalen kam Leichlingen aber relativ glimpflich davon.

Besen und Kehrblech waren gestern in Leichlingen und Witzhelden die wahrscheinlich meistgenutzten Haushaltsgeräte. Nach dem Durchzug von Orkantief "Xynthia" am Sonntag präsentierten sich viele Straßen in einem Mantel aus Ästen, Zweigen, Blattwerk und anderem Unrat, der irgendwo fliegen gegangen war. Auf der unteren Brückenstraße hatten die Geschäftsleute am frühen Morgen einiges damit zu tun, klar Schiff zu machen.

Viel Arbeit mit der Kettensäge

Unterm Strich kam Leichlingen bei dem Unwetter aber glimpflich davon. Die Freiwillige Feuerwehr hatte zwar 84 Einsatzkräfte aus allen vier Löschzügen aufgeboten und verzeichnete insgesamt 22 Einsätze, doch im Vergleich zu anderen Kommunen hielten sich die Schäden größtenteils in Grenzen. Haupt-Werkzeug der Wehr war die Kettensäge, denn die meiste Arbeit bereiteten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Schmitz zog gestern im Gespräch mit unserer Zeitung ein Resümee:

Diepental Schon am Nachmittag krachte in dem beliebten Naherholungsgebiet ein kräftiger Baum auf ein Hausdach und lädierte Strom- und Telefonleitung (wir berichteten). Als der Abend kam, mussten die Einsatzkräfte erneut in das Gebiet ausrücken. Eine große Tanne war durch die heftigen Böen und den aufgeweichten Boden in Schieflage geraten, weitere Bäume dahinter drohten ebenfalls zu kippen. In Absprache mit dem Ordnungsamt und dem Bauhof wurde die Diepental-Zufahrt auf Leichlinger Seite (von der Landstraße 294 aus) aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Gefahrenstelle wurde gestern im Laufe des Vormittags beseitigt; daraufhin konnte auch die Sperrung aufgehoben werden.

Unterbüscherhof Ein dicker Baum beschädigte ein Wohnhaus.

Junkersholz Nahe der Ortschaft fiel ein Baum auf die L 294 und blockierte die Durchfahrt. Die Feuerwehr machte die Straße wieder frei.

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Wolfstall Hier wehte "Xynthia" das Dach einer Bushaltestelle weg.

Am Berg/Witzhelden Noch Glück im Unglück hatte der Halter eines Autos, der in der Straße Am Berg geparkt hatte. Auf den Wagen kippte ebenfalls ein Baum, doch laut Feuerwehr entstand kein großer Schaden. Noch wichtiger: Es wurde auch niemand verletzt.

Brückerfeld Ein etwa 2x3 Meter großer Plexiglas-Windschutz hatte sich gelöst und sorgte für Gefahr auf einem Parkdeck. Die Feuerwehr stellte die Sicherheit wieder her.

Kreisstraße 6/Bereich Sankt Heribert Weil ein Baum eine Stromleitung gekappt hatte, das RWE aber nicht kurzfristig zur Reparatur vor Ort sein konnte, wurde die Kreisstraße vorsorglich gesperrt. Der Kreis räumte gestern morgen auf, erhielt die Absperrung bis zum Eintreffen des RWE aber aufrecht.

Weitere Einsatzstellen Am Bechlenberg fielen Dachziegel von einem Gebäude, in der Brückenstraße bewegte der Sturm ein Verkehrsschild so, dass es in die Fahrbahn ragte. Beide Punkte wurden entschärft. Hinzu kamen noch gut zehn weitere kleinere Einsätze.

(RP)