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Langenfeld: Zum Hollandtag öffnen die Geschäfte

Langenfeld : Zum Hollandtag öffnen die Geschäfte

Der verkaufsoffene Sonntag in Langenfeld wird begleitet von niederländischem Flair und Aktionen rund ums Fahrrad.

Wer einmal echte niederländische Spezialitäten außerhalb von Holland probieren möchte, kommt am 6. April im Stadtzentrum auf seine Kosten. Passend zum Langenfelder Ländermotto dieses Jahres breitet sich dort am verkaufsoffenen Sonntag ein Hollandmarkt aus. "Langenfeld wird orange", kündigt der städtische Citymanager Jan Christoph Zimmermann an. Käse, Matjes, Live-Musik und vieles mehr lädt auf dem Marktplatz von 12 bis 18 Uhr zum Verweilen und Genießen ein.

Hollandmarkt So kann das Publikum zuschauen, wie die traditionellen "Klompen" gefertigt werden. Bernhard Berning ist Holzschuhmacher und stellt die bei Holland-Urlaubern beliebten Souvenirs her. An seinem Stand können Holzschuhe anprobiert und natürlich auch gekauft werden. Der selbst ernannte "Kaaskoning" Henk van Kaathoven, der auch unabhängig vom Ländermotto seine Käseprodukte auf dem Langenfelder Wochenmarkt anbietet, wird am Sonntag ebenfalls mit dabei sein. Neben traditionellem Gouda oder Leerdamer werden bei ihm dann weniger bekannte Käsesorten zu entdecken sein.

  • Mario Bühling

FOTO: Ines Benning
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Zu den Klängen von Wilem Kelders Orgeln können "Hollandse nieuwe" (Matjes), Frikandeln und Poffertjes probiert werden. Der aus der Nähe von Eindhoven stammende Organist sorgt mit einer acht Meter langen und fünf Meter hohen Schauorgel nicht nur optisch für Unterhaltung. Unterstützt wird er von der 14-köpfigen "Joekskapel" Göt Net, die durch die Shoppingmitte zieht und mit Brassmusik gute Laune verbreiten wird. Die Erlöse eines historischen Karussells mit niederländischem Flai gehen zu 100 Prozent an den Langenfelder Verein "Sag's", der sich gegen sexuelle Gewalt an Kindern enggagiert.

Fahrrad-Aktionen Auch das Langenfelder Fahrrad-Jahr wird am Sonntag ausführlich gewürdigt. Rund um die Kirche St. Josef bieten der Allgemeine Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und das städtische Klimaschutzteam ab 11 Uhr verschiedene Aktionen rund ums Fahrrad an. So können Kinder und Jugendliche auf einem professionell gestalteten Fahrradparcours aus Holz ihre fahrpraktischen Fähigkeiten testen. Die Teilnahme ist gratis und die Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt. Wer auf der Suche nach einem neuen Fahrrad ist oder eines verkaufen möchte, kann beim Flohmarkt von Privat an Privat fündig werden. Für einen Kostenbeitrag von drei Euro pro zu verkaufendem Fahrrad bekommen die Teilnehmer technische Hilfe, Beratung und Kaufvertragsvordrucke. "Der Flohmarkt ist gut für Schnäppchen", sagt Herbert Jakubiak vom ADFC. Neu erworbene oder alte Fahrräder können am Stand der Polizei auf ihre Sicherheit geprüft und codiert werden. Die Codierung schützt vor Diebstahl und kostet sechs Euro pro Fahrrad. Dem Fahrrad wird eine Nummer eingraviert, die bei der Polizei registriert ist. So kann das Fahrrad genau zugeordnet werden. Darüber hinaus berät die Polizei bei Fragen zum Thema Verkehrssicherheit, Unfallvermeidung und alkoholisiertes Fahren. Dazu kann eine so genannte "Rauschbrille" ausprobiert werden, die dem Träger einen Alkoholrausch vortäuscht. So wird der Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen gezeigt. Der Zweiradhändler Kleefisch informiert über den Kauf und die Nutzung von Elektrofahrrädern. Diese können vor Ort ausprobiert und getestet werden.

Verkaufsoffener Sonntag Die Geschäfte rund um die Haupt- und Solinger Straße haben an dem Tag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Das Marktkarree bietet ein Gewinnspiel an. Außerdem können im Erdgeschoss Kinder in einem künstlichen Garten Blumentöpfe gestalten und bepflanzen.

Die Veranstalter laden übrigens Besucher dazu ein, passend zum Aktionstag das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren.

(RP)