Langenfeld: Zahl der Fahrraddiebstähle hat deutlich zugenommen

Langenfeld: Zahl der Fahrraddiebstähle hat deutlich zugenommen

3756 Straftaten sind in Langenfeld 2017 angezeigt worden. Das sind weniger als in allen zehn Jahren zuvor, in denen jeweils deutlich die 4000er-Marke übertroffen worden war. "Da können wir sehr zufrieden sein", meinte Ratsherr André Sersch (CDU) im Langenfelder Ordnungsausschuss, wo die örtliche Kripo-Chefin Klaudia Guse aus der Kriminalitätsstatistik 2017 der Kreispolizei die wichtigsten auf die Stadt bezogenen Daten und Erkenntnisse aufzeigte.

Wie das genannte Zehn-Jahres-Tief bei der Gesamtkriminalität deckt sich auch der deutliche Rückgang von Wohnungseinbrüchen in Langenfeld von 224 (2016) auf 95 (2017) mit der Entwicklung im gesamten Kreisgebiet. Hierfür nannte Guse mehrere Gründe: das in Mettmann zentralisierte Kriminalkommissariat, die Festnahme von Banden und verbesserte Wohnungssicherungen. Rückläufig war in Langenfeld auch die Gewaltkriminalität (Raub, Körperverletzung, Vergewaltigung). 2017 wurden 89 Gewalttaten angezeigt (davon 73 aufgeklärt), 2016 waren es 137 (103 geklärt). "Oft sind die Täter im eigenen sozialen Umfeld zu finden, in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis."

Deutlich zugenommen haben von 380 auf 436 die Fahrraddiebstähle. Guse: "Einerseits greifen die Diebe auf den großen Abstellplätzen an Schwimmbad, S-Bahnhof oder Schulen zu, andererseits erbeuten sie auch hochwertige Räder und E-Bikes aus Hausfluren, Garagen und Gartenhäusern."

(mei)