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Wursthändler Nitschke verlässt Baumberger Markt

Abschied : Wursthändler Nitschke verlässt Baumberger Markt

Wer seit 32 Jahren einen Markt beschickt, der gehört eigentlich schon zum Inventar: Seit 1988 steht der Leverkusener Dirk Nitschke schon auf dem Baumberger Markt, anfangs noch in Begleitung seines Vaters, der sehen wollte, ob der Junge auch alles richtig macht.

(elm) Aber nicht nur dieses Kapitel ist jetzt Geschichte. Sein Bruder Detlev, mit dem er zusammenarbeite, gehe jetzt in den Ruhestand und allein schafft er die Touren nicht. Deshalb habe er sich entschieden, sich auf die Märkte in den Leverkusener Ortsteilen zu beschränken. Dort seien auch mehr Branchen vertreten. „Und ich pflege ja auch noch seit 13 Jahren meine Mutter“, so Nitschke.

In den letzten Corona-Monaten hatten nicht viele Branchen Grund zum Jubeln, aber für ihn sei die Zeit  „wie Weihnachten“  gewesen. „Ich habe selten bessere Umsätze gemacht“, sagt Nitschke. Vor allem ältere Kunden hätten dem luftigen Markt Vorzug vor den engen Gängen in Supermärkten gegeben. Nur der Maskenzwang sei hinderlich.

Nitschke selber ist jetzt 57 Jahre alt. Einen Nachfolger, der  den Stand übernehmen werde, habe er nicht. Das sei in seiner Branche weit verbreitet. Sein Vater habe früher noch schlesische Spezialitäten, wie Grützwurst, angeboten, aber die Klientel dafür sei mittlerweise ausgestorben.