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Monheim/Langenfeld: Wucherndes Grün hält Stadtgärtner auf Trab

Monheim/Langenfeld : Wucherndes Grün hält Stadtgärtner auf Trab

Ein RP-Leser ärgert sich über sprießende Pflanzen und ungepflegte Grünanlagen in Monheim. Auch Sturmschäden sind noch zu beseitigen.

Es gibt fast kein Durchkommen. Mannshoch steht dem Fußgänger das Grünzeug im Weg. Ein RP-Leser aus Monheim hat auf die Zustände aufmerksam gemacht. Er würde gern einen anderen Weg nehmen, doch ab und zu muss er auf dem Stück Opladener Straße in Richtung City gehen. "Wer ist denn für das Schneiden des Grünzeugs zuständig", fragt er.

Der Mann hat noch etliche Stellen ausgemacht, die zugewuchert sind. In Höhe der Tankstelle Opladener Straße sei es besonders schlimm. Dort stehen die Herkulesstauden zwei Meter hoch. Auch an der Schwalbenstraße wuchern die Pflanzen. "Wenn die Stadt so etwas anlegt, muss sie es auch pflegen", findet der Monheimer.

Innerorts ist die Stadt zuständig, erläutert Andreas Apsel von der Verwaltung. Außerhalb der Stadtgrenzen müsse der Landesbetrieb Straßen NRW das Grün in Schach halten. Manchmal, so Apsel, übernehmen aber die städtischen Mitarbeiter auch diesen Bereich, etwa wenn Not am Mann ist. Wo Monheim straßenbegleitgrünverwaltungsrechnisch beginnt, ist durch ein kleines gelbes Hütchen auf dem Begrenzungspfahl gekennzeichnet. "Unsere personelle Situation ist derzeit angespannt", sagt Andreas Apsel. Ein Gärtner sei krank. Dennoch werde er einen Kollegen an der Opladener Straße und den anderen Stellen vorbeischicken, um die rankenden Pflanzen in Augenschein zu nehmen und gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen.

Auch die Mitarbeiter des Langenfelder Betriebshofs haben derzeit alle Hände voll zu tun. Das schwülwarme Wetter lasse die Pflanzen explosionsartig wachsen. Beim Rückschnitt habe die Verkehrsicherungspflicht Priorität, erklärt der zuständige Betriebshof-Mann Patrick Sahm. Das bedeutet: Alles, was tiefer als 4,50 Meter über den Straßen hängt, muss abgeschnitten werden. Bei Geh- und Radwegen genügen 2,50 Meter Luft nach oben.

Die Männer kommen mit dem Schneiden kaum hinterher. Rund 25 Betriebshof-Mitarbeiter sind täglich im Einsatz. "Wenn wir jetzt eine längere Regenpause hätten, könnten wir auch mähen", sagt Sahm. Große Rasenflächen werden mit dem Aufsitzmäher bearbeitet. Für die Randstellen kommt ein Handmäher zum Einsatz.

Obwohl Langenfeld beim Pfingst-Unwetter glimpflich davongekommen ist, muss auch die Feuerwehr noch hin und wieder Gefahrenstellen beseitigen. So sägten die Wehrleute in dieser Woche am Zanderweg in Richrath abgeknickte Äste ab, die auf die Straße hinunterzufallen drohten.

(RP)