Baumberg: Wohnbebauung für Baumberg

Baumberg : Wohnbebauung für Baumberg

Die Verwaltung legt den Politikern am kommenden Mittwoch im Stadtentwicklungsauschuss ein Konzept für den Ortsteil vor. 100 Häuser sollen dort in den nächsten fünf Jahren auf einem 4,4 Hektar großen Gelände entstehen.

Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) hatte bereits kurz nach dem Sieg bei der Kommunalwahl einen behutsamen Umgang mit städtischen Flächen angemahnt und eine sofortige und vollständige Nutzung des Areals Baumberg-Ost für Wohnungen und Häuser abgelehnt. Damit vollzog er einen Politikwechsel und erteilte den Plänen seines Vorgängers Thomas Dünchheim (CDU) eine klare Abfuhr.

Der wollte 500 Wohneinheiten auf 15 Hektar östlich der Bregenzer Straße in relativ kurzer Zeit realisieren. Mit dem jetzt vorliegenden Verwaltungsvorschlag für den Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Mittwoch setzt Zimmermann zwar ebenfalls auf eine Erschließung — jedoch in kleinen Schritten.

Weil in Monheim gerade für Familien mit Kindern ein Nachholbedarf an individuellen Wohnformen auszumachen sei, so die Vorlage, sollten in den kommenden fünf Jahren in einem ersten Bauabschnitt (Hasholzer Grund) zwischen Neuverser Hof und der Bebauung an der Grazer Straße auf 4,4 Hektar 100 Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser entstehen. Zur Zeit wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt. Die Verwaltung rechne mit einem Realisierungs- und Vermarktungszeitraum von vier bis fünf Jahren. Deshalb solle in der laufenden Ratsperiode kein weiterer Bauabschnitt mehr in Angriff genommen werden, heißt es weiter.

"Schritt in die richtige Richtung"

CDU-Chef Tim Brühland ist von dem Papier durchaus angetan und kann sich vorstellen, das Konzept mitzutragen: "Ein Schritt in die richtige Richtung", kommentierte er gestern die geplante Änderung des Flächennutzungsplans Baumberg-Ost und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. "Die CDU stehe aber nach wie vor hinter dem Projekt Baumberg-Ost", fügte er noch hinzu. Über die Dauer der Umsetzung könne man natürlich geteilter Meinung sein.

Im engen Zusammenhang mit der Bebauung steht auch die geplante Verlegung der Bezirkssportanlage an der Bregenzer Straße um rund 400 Meter in Richtung Süden. Die Verschiebung ist Bestandteil des Sportstättenkonzeptes, das Bürgermeister Daniel Zimmermann erst zum Wochenbeginn vorgestellt hatte. Außerdem könne so die Lärmbelästigung reduziert und eine Trennwirkung, die die Sportstätte an der bisherigen Stelle gehabt hätte, vermieden werden, argumentiert die Verwaltung.

Golfplatz für jedermann

Ein Neun-Loch-Golfplatz mit relativ geringer Fläche steht ebenfalls auf der Wunschliste der Planer. Die Anlage solle für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Vor der Realisierung müsse jedoch noch geklärt werden, ob ein Golfplatz mit den Belangen der Landwirtschaft und der Landschaft in Einklang gebracht werden könne.

(RP)
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