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Wochenkolumne Langenfeld/Monheim: Ein starkes Zeichen an alle gesetzt

Wochenkolumne Zugabe - Unser Senf : Ein starkes Zeichen an alle gesetzt

Die Zahlen erschrecken: 44 Monheimer sind bisher an oder mit dem Coronavirus gestorben, in Langenfeld sind es nach dem Tod einer 94-Jährigen nun 25 Menschen. In beiden Städten zusammen sind aktuell 206 Menschen infiziert, 25 von ihnen liegen im Krankenhaus.

Zähneknirschend und kopfschüttelnd blicken Langenfelder wöchentlich auf ein seltsames Grüppchen, das sich unter dem Titel „Bringt Licht ins Dunkel“ zur Schau stellt. Seit Freitag haben nun auch Monheimer diese Leute vor Augen. Hier wie dort verweisen die Stadtverwaltungen auf das Demonstrationsrecht. Anders als die Langenfelder Stadtverantwortlichen haben aber bei der Premiere die Monheimer ein starkes Zeichen gesetzt – und zwar parteiübergreifend.

„Der Rat positioniert sich klar gegen die kruden Theorien und Thesen, die die Demonstrierenden propagieren“, betonen Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) und die vier Fraktionschefs Lisa Pientak (Peto), Markus Gronauer (CDU), Manfred Poell (Grüne) sowie Alexander Schumacher (SPD) gemeinsam. „Die Demokratie hält es aus, wenn Menschen ihr Demonstrationsrecht nutzen, um abwegige oder krude Meinungen zu vertreten.“ Tatsache sei aber auch, dass sich das Virus nicht leugnen lässt. Fast jeder Monheimer kenne jemanden, der über den oft schlimmen Verlauf der Infektion sprechen kann. Einschränkungen, gemeinsames Handeln und Rücksicht seien gefordert.

Ein starkes Zeichen der Monheimer Stadtpolitiker an besagte Wirklichkeitsverdreher, an die besorgte, doch einsichtige und rücksichtsvolle Solidargemeinschaft und nicht zuletzt auch ein starkes Zeichen in Richtung der Langenfelder Stadtpolitiker.