Wochenkolumne Langenfeld: Cyberangriff auf die Stadtwerke

Wochenkolumne : Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Solch einen Einstieg am neuen Arbeitsplatz wünscht sich niemand: Wenige Tage nach Udo Jürkenbecks Amtsantritt als Chef der Stadtwerke und des Verbandswasserweks legte ein Cyberangriff in der Nacht zum 23. Oktober sämtliche Rechner der städtischen Tochterunternehmen lahm.

Mit Hinweis auf „laufende polizeiliche Ermittlungen“ informierte Jürkenbeck erst am Montag dieser Woche, dass diese erpresserische Attacke  die eigene Datenverwaltung und  E-Mail-Kommunikation seither blockierte. Trotz der Aussage des Geschäftsführers, dass die Spezialisten für Computersicherheit einer unmittelbar beauftragten Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keinen Datendiebstahl festgestellt hätten, sind etliche Kunden nach dem gemeldeten Cyberangriff aufgeschreckt, besorgt und auch skeptisch.

Dazu bestehe kein Anlass, versicherte Jürkenbeck am gestrigen Freitag auf Anfrage unserer Zeitung. Seit Mittwoch seien alle Rechner wieder hochgefahren. Bei der Überprüfung der hin und her geflossenen Daten seien „keine Auffälligkeiten festgestellt“ worden. Die noch laufenden „forensischen Untersuchungen machten ihn jeden Tag sicherer, dass keine Kundendaten in kriminelle Hände gelangt sind“. Auch Mehrfachabbuchungen für Gas, Wasser und Strom schließe er aus. Und der so genannte Stadtschlüssel für die durch Einkäufe vergünstigten Parkgebühren sei von dem Cyberangriff gar nicht betroffen gewesen.

Wir empfehlen dennoch, die Abbuchungen auf den eigenen Kontoauszügen im Auge zu behalten und zu überprüfen, ob sie so schlüssig sind. Sollte man eigentlich grundsätzlich machen, aus gegebenem Anlass in nächster Zeit aber besonders.

(mei)
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