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Langenfeld: Weniger Wartezeit bei der Zulassungsstelle

Langenfeld : Weniger Wartezeit bei der Zulassungsstelle

Mehr als 77 000 Kunden kommen jährlich in die Straßenverkehrsämter Mettmann und Langenfeld - und warten.

Die meisten Gebrauchtwagen werden am Wochenende verkauft. Man hat in Ruhe Zeit, sich Autos anzusehen, mit dem Verkäufer zu feilschen und den Kauf perfekt zu machen. Spätestens am Montag stehen die Käufer dann in der Zulassungsstelle auf der Matte. Die Prozedur kennt fast jeder. Eine Nummer ziehen, einen freien Sitzplatz suchen und dann heißt es warten, warten, warten.

Etwa 52 Minuten dauert es im Schnitt, bis die so genannten "Spontan-Kunden" mit einem Mitarbeiter der Zulassungsstelle die Formalitäten erledigen können. Bernd Schneeweiß, Leiter des Straßenverkehrsamts, weiß aber, dass es auch mal länger dauern kann. "Vor allem im Frühjahr und kurz vor den Sommerferien sitzen die Spontan-Kunden auch mal länger als eine Stunde hier", sagte Schneeweiß jetzt im Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten des Kreises. Wer sich vorher im Internet einen Termin in Langenfeld oder Mettmann reserviert hat, kann indes damit rechnen, in nur fünf Minuten dran zu kommen. Das ehrgeizige Ziel: Das Straßenverkehrsamt will die Wartzeiten verkürzen. Kunden, die vorher einen Termin im Internet reservieren, sollten zwölf Minuten einplanen. Wer ohne Termin vorbeikommt, soll statt einer knappen Stunde nur noch 30 Minuten warten müssen. Seit 2013 gibt es die Möglichkeit, Termine zu reservieren. Derzeit machen etwa 18 Prozent der Kunden davon Gebrauch. Etwa 30 Prozent der Terminkunden kommen aber nicht, obwohl sie gebucht haben.

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Ziel ist es, die Quote der Terminkunden bis zum Jahr 2017 auf bis zu 90 Prozent zu steigern. Dabei soll auch ein neues Anmeldeverfahren helfen, das jetzt eingeführt wird. "Mit dem neuen System ist es auch möglich, einen gebuchten Termin abzusagen", erklärt Schneeweiß. Das war bislang nicht möglich. Für die Zulassungsstelle gilt ganz klar: Je mehr Kunden mit Termin kommen, desto besser. Dabei hat man durchaus auf Erfahrungen der Nachbarstädte geschaut und will schlechte Beispiele auf keinen Fall kopieren. "Eine Nachbarstadt hatte zu 100 Prozent auf vorherige Terminreservierung im Internet umgestellt", sagte Schneeweiß. Das habe zu lautstarken Protesten geführt. Wer sich samstags einen Gebrauchtwagen kaufe, könne nicht zwei Wochen auf einen Termin warten. Schneeweiß will deshalb etwas behutsamer vorgehen.

"Es wird weiterhin die Möglichkeit geben, spontan vorbei zu kommen. Wir schicken niemanden weg." Im Monat Oktober etwa seien rund 6000 Bürger in den Zulassungsstellen des Kreises erschienen, davon 67 Prozent "spontan" und etwa 33 Prozent mit Termin. Man müsse eben bedenken, dass nicht alle Leute das Internet nutzen wollen oder können.

(RP)