1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Langenfeld/Monheim: Weniger Besucher in den Hallenbädern

Langenfeld/Monheim : Weniger Besucher in den Hallenbädern

Lange Frostperiode verzögert Zeitplan für Reparaturarbeiten im Langenfelder Freibad. Zulauf in Monheimer Sauna.

Die Eiseskälte der vergangenen Wochen hat den Zeitplan von Langenfelds Bäderchef Karl-Heinz Bruser durcheinander gebracht. Seit die von ihm geführte Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) das Frei- und Hallenbad vor zehn Jahren übernahm, habe es keine so lang anhaltende Frostperiode gegeben wie diesmal.

"Erst vorige Woche haben wir im Außenbecken das Wasser abgelassen. Und die letzten zwei Meter waren noch voller Eisklumpen." Die vor dem Saisonstart des Freibads alljährlich fälligen Reparaturarbeiten in den gekachelten Schwimmbecken seien zwar längst vergeben, doch die beauftragte Firma habe noch nicht beginnen können. "Dabei ist diesmal besonders viel zu tun. Der Frost hat an den Wänden und dem Boden viel kaputt gemacht."

Dass im Freigelände der fünf Meter hohe Sprungturm von der Bildfläche verschwunden ist, hat indes nicht der Frost zu verantworten. Der Betonturm war nach jahrzentelangem Gebrauch laut Bruser stark reparaturbedürftig und wurde deshalb jetzt entfernt. Mutproben aus fünf Meter Höhe sind somit im Langenfelder Schwimmbad nicht mehr möglich. Das neue Stahlgerüst am Springerbecken werde - wie im Hallenbad - ein Drei-Meter-Brett haben.

  • Mettmann : Drei Schwimmbäder in den Ferien dicht
  • Monheim : Mona Mare: Früherer Abendtarif für Sauna
  • Lokalsport : Karl Bruser: Sport ist seine Leidenschaft

"Außerdem werden zwei Ein-Meter-Bretter neu errichtet." Obendrein wurde auf dem Außengelände ein Sträßchen asphaltiert, über das der schwere Pumpen-Lastwagen im Falle verstopfter Rohre besser zu den in die Jahre gekommenen Becken gelangen kann. Bruser geht fest davon aus, dass der in früheren Jahren ermöglichte Freibad-Saisonstart zum 1. Mai diesmal kaum einzuhalten sein wird.

Der kalte Winter scheint vielen auch den Spaß am Schwimmen im Hallenbad verdorben zu haben. Nach Brusers Angaben kamen in den ersten drei Monaten dieses Jahres 12 700 zahlende Gäste. Im ersten Quartal 2012 wurden noch 14 100 Besucher gezählt; jeweils ohne Vereinsschwimmer und Schulklassen. Bruser führt den Rückgang aufs Wetter zurück, "bei dem die Leute wohl keine Lust zum Schwimmen hatten". Auch die Grippewelle spielte Brusers Einschätzung nach eine Rolle. Dass die zum 1. Juli 2012 erhöhten Eintrittspreise merklich Besucher abhielten, glaubt er nach eigenen Worten nicht.

Zwar deutlich höher, tendenziell aber ähnlich, liegen die Besucherzahlen im Mona Mare. Wie Geschäftsführer André Zierul auf Anfrage der RP sagte, tummelten sich im ersten Quartal 33 200 Menschen im Monheimer Allwetterbad; im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 36 700. Auch Zierul sieht in der Grippewelle einen "nahe liegenden Grund" für den Rückgang.

Den umgekehrten Trend stellte der Mona-Mare-Chef bei der Sauna fest: Dort schwitzten 6500 Besucher in den ersten drei Monaten dieses Jahres und 5750 im ersten Quartal 2012. Übrigens war nach Zieruls Erkenntnissen sowohl im Bad als auch in der Sauna der März der besucherstärkste Monat dieses Jahres. "Offensichtlich haben die Leute zunehmend die Kälte satt."

(RP/rl/EW)