Langenfeld/Monheim: Wasserverband gestaltet verstärkt Bäche naturnah um

Langenfeld/Monheim : Wasserverband gestaltet verstärkt Bäche naturnah um

Erstaunliche Wetterkapriolen hat der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) in diesem Jahr im Kreis Mettmann festgestellt. Nach Angaben von Geschäftsführer Hans-Bernd Schumacher ging es 2014 "im regenreichen Bergischen Land, zum Beispiel in Tönisheide, eher trocken zu".

Dagegen habe es in der sonst vergleichsweise trockenen Rheinebene in Monheim überdurchschnittlich ergiebig geregnet. Das wirkte sich auf die Auslastung der 99 Reckenbeckenanlagen und 42 Regenrückhaltebecken aus, die der BRW zusätzlich zu 22 Klärwerken betreibt. Der in Haan ansässige Verband ist in seinem 550 Quadratkilometer großen Gebiet vor allem für die Pflege der fließenden Gewässer zuständig, außerdem beseitigt er Abwässer und die in seinen Anlagen anfallenden Klärschlämme.

Als einen der Schwerpunkte nannte Schumacher bei der Verbandsversammlung die naturnahe Gestaltung von Bächen, die zuvor in Kanalrohre oder steinerne Rinnen gezwängt waren. Solche Renaturierungen sind nach Schumachers Worten "eine grundlegende Voraussetzung, damit die Gewässer auf Dauer wieder die Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie einhalten. Das heißt: Sie müssen einen guten ökologischen Zustand, beziehungsweise zumindest ein gutes ökologisches Potenzial aufweisen." Renaturiert habe der BRW im laufenden Jahr unter anderem den Burbach in Langenfeld, den Garather Mühlenbach in Hilden und den Bruchhauser Bach in Ratingen. Ein besonderes Projekt sei die Auenentwicklung am Altrhein an der Monheim/Düsseldorfer Stadtgrenze. Schumacher: "Der bisher hinter dem Deich verlaufende Altrhein wurde wieder an das Deichvorland angeschlossen und fließt nun wieder in der Urdenbacher Kämpe."

Wie BRW-Verwaltungschef Michael Peters bei der Verbandsversammlung berichtete, sollen auf der Grundlage eines ausgeglichenen Wirtschaftsplans die Mitgliederbeiträge für Gemeinden und andere Grundstückseigentümer gesenkt werden.

(mei)