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Langenfeld: Wahrsagerin blickt in Karten und Hände

Langenfeld : Wahrsagerin blickt in Karten und Hände

Das Management der Stadtgalerie lädt "Cara" regelmäßig in die Ladenpassage ein. Sie ist ein Publikumsmagnet.

Vor dem Eingang des leerstehenden Ladenlokals in der Stadtgalerie stehen einige Stühle für die Wartenden. Sie sind alle längst besetzt und einige müssen stehen. Sie alle warten auf eine Sitzung mit Cara, der Wahrsagerin, die zu Gast in Langenfeld war, und kostenfrei Ratsuchende beraten hat. "Sie kommt seit sieben Jahren im Januar zu uns und hat immer gut zu tun", sagt Centermanagerin Nadine Schorn. "Schon im Herbst haben mich Leute nach ihr gefragt."

Das Publikumsinteresse zeigt sich auch an diesem Tag. Cara, die mit bürgerlichem Namen Barbara Chinwuba heißt, beschäftigst sich nach eigenen Angaben seit mehr als 30 Jahren mit dem Tarotkarten-Spiel. "In diesen 78 Karten steckt sehr viel an interessanter Lebensweisheit und an Inspiration, wie man sich besser in seiner Umwelt zurechtfinden kann", sagt sie. Von den Karten begeistert, hat sie zunächst begonnen, sich hobbymäßig damit zu beschäftigen. "Aber dann wurde ich auf Familienfesten oder Geburtstagen immer wieder gefragt, ob ich die Karten legen könnte", erinnert sie sich zurück. Dann begann sich die ganze Sache allmählich zu professionalisieren.

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Seit sie 20 ist, arbeitet sie professionell als Wahrsagerin, ihr eigens Alter will Cara nicht nennen. Neben den Tarotkarten zieht sie auch das Handlesen zurate. "Das ist ein ganz faszinierendes Thema." Muskeln und Sehnen, aber auch die Fingernägel einer Hand verrieten sehr viel über die Gene, die ein Mensch mitbekommen hat, und somit auch über seine Grundcharaktereigenschaften. "Es spiegelt sich aber auch viel vom Leben der jeweiligen Person in den Händen und von ihren Erfahrungen", sagt Cara, die einen nigerianischen Vater und eine deutsche Mutter hat. So seien die Hände die Spiegelbilder des Charakters. Bei ihren Beratungen kombiniert Cara das Kartenlegen und das Handlesen miteinander. Welche Fragen bekommt sie am häufigsten gestellt? "Heute fragen die Leute meist nach dem Beruf oder sind auf der Suche nach ihrem Platz in einer sich ständig verändernden Welt." Aber auch Fragen zum Thema Liebe oder Familie seien oft dabei.

"Manche haben auch Fragen zu Menschen, die ihnen nahestehen und wie sie ihnen helfen können." Cara berät sie nicht nur Einzelpersonen, sondern wird nach eigenen Worten auch von Firmen engagiert. "Dann soll ich mir die Hände von Bewerbern ansehen, die sich auf einen bestimmten Posten beworben haben, um Charaktereigenschaften festzustellen." Aber auch bei Problemen in der Teamarbeit wird Cara zurate gezogen. "Dann geht es darum, wie die Menschen anders und besser miteinander umgehen können." Gerade wenn sensible Mitarbeiter auf solche treffen, die ein höheres Aggressionspotenzial besitzen, käme es zu Spannungen. "Jeder geht von seiner Art aus, die Welt zu sehen." Auch bei Messe-Events beantwortet Cara immer wieder Fragen zu beruflichen Themen.

(grue)