Langenfeld: Von Stau bis Windkraft: RP-Diskussion zur Bürgermeisterwahl

Langenfeld: Von Stau bis Windkraft: RP-Diskussion zur Bürgermeisterwahl

Wie viel Bebauung verträgt Langenfeld noch, ohne seinen Grüngürtel zu gefährden? Und was ist mit den Staus auf wichtigen Straßen: Wie soll ihnen begegnet werden? Sind den Langenfeldern bis zu 200 Meter hohe Windkraftanlagen zumutbar? Um derlei Fragen ging es am Donnerstagabend in der Stadthalle.

Auf Einladung der Rheinischen Post diskutieren am Abend auf dem RP-Podium zur Kommunalwahl am übernächsten Sonntag, 25. Mai, Bürgermeister Frank Schneider (51, CDU) und drei seiner vier Herausforderer: SPD-Kandidat Sascha Steinfels (30; von Beruf stellv. Regionalleiter der Bahn-Baubetriebsplanung); Grünen-Kandidat Dr. Günter Herweg (65; Chemiker) und FDP-Kandidat Frank Noack (45; Diplom-Kaufmann). Der parteilose Kandidat Ingo Wenicker (39; Stadtverwaltungsangestellter) ist krankheitsbedingt nicht dabei.

Die ersten Kernaussagen der Politiker bei der Diskussion zum Thema Bebauung: Frank Noack (FDP): "Langenfeld könnte eine Hochschule gut gebrauchen." Frank Schneider (CDU): "Im Grüngürtel wird es auch künftig keine Bebauung geben." Günter Herweg (Grüne): "Die Stadt hat eindeutig den Aussenbereich im Blick. Wir sind gegen jegliche Bebauung." Sascha Steinfels (SPD): "Wir sind für Entwicklung im Innenbereich." Frank Noack (FDP): "Wir auch."

Es entwickelt sich eine heiße Diskussion um die Bebauung Locher Wiesen und Flachenhof. Herweg ist dagegen, er sagt, man müssen ans Naherholungsgebiet denken . Schneider und Noack sind dafür, die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt zu erhalten.

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Dann geht es um preisgünstigen Wohnraum. Steinfels sieht ein Versagen der Stadt. Es gebe viel zu wenig bezahlbare Wohnungen, das sei keine gute Bilanz. Schneider: Allein der Bauverein habe 1000 günstige Wohnungen, das Segment sei nicht unterrepräsentiert. Herweg: "Wir müssen das Areal Alte Feuerwache als Chance nutzen für sozialen Wohnungsbau". Noack: "Ich gebe Schneider Recht, Langenfeld ist eine Boomstadt. Das wirkt sich auch auf die Mieten aus."

Es gibt eine starke Kontroverse zur Gewerbesteuerpolitik. Schneider sagt, eine Option für Steuersenkungen ist notwendig, um eventuell auf Abwanderungsdrohungen von Unternehmen Richtung Monheim zu reagieren. Steinfels und Herweg erklären, ein Drehen an der Steuerspirale sei falsch.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das sind die Bürgermeisterkandidaten für Langenfeld

(mei)
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