1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Monheim: Vier Millionen für Grundschulen

Monheim : Vier Millionen für Grundschulen

In den kommenden Jahren sollen drei Standorte aus- und umgebaut werden.

Die Situation an der Winrich-von-Kniprode Schule ist nicht gerade ideal. Das in die Jahre gekommene Hauptgebäude genügt kaum noch den Ansprüchen einer modernen Schule. Eine kleine Küche nebst Speiseraum ist provisorisch im Untergeschoss untergebracht. Die Klassenräume sind nach heutigen Maßstäben zu klein und der Altbau ist insgesamt arg in die Jahre gekommen. Vor einem Jahr stand der gesamte Standort zur Disposition, doch im Mai 2012 beschloss der Stadtrat, den Standort auf Dauer zu erhalten. Nun will die Stadt 2,6 Millionen Euro in die zweizügige Schule mit acht Klassen investieren. Das hat der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport einstimmig beschlossen.

Auch die Schule am Lerchenweg und die Hermann-Gmeiner-Schule werden erweitert – mit Blick auf Inklusion und Ganztagsbetreuung. "Es ist wichtig, dass die Schulen auch in den kommenden Jahren Planungssicherheit haben", sagte Tim Brühland (CDU) zu den Plänen der Verwaltung. Er findet es richtig, dass beim Thema Bildung "geklotzt und nicht gekleckert" wird. Ulrich Anhut (FDP) hatte vorab Bedenken geäußert, dass die im Raum stehenden Summen angesichts der drohenden Abundanzumlage und der Kreisumlage gefährlich für die Stadt seien. "Rheinbogen, Musikschule, Schulhöfe und nun auch die Schulen – bei den Summen, die derzeit ausgegeben werden, kann man schon Kopfschmerzen bekommen." Trotzdem sei jeder Euro, der in die Bildung fließt, gut investiertes Geld. In diesem Punkt waren sich alle Parteien einig.

  • Monheim : Schöner lernen an der Kniprode-Schule
  • Monheim : Kniprode-Schule gewinnt mit Musical 1500 Euro
  • Die Front des schwarzen BMW ist
    Unfall in Langenfeld : Zwei leicht Verletzte und Stau nach Unfall in Langenfeld

Das wohl größte Maßnahmenpaket ist für die Kniprode-Schule gemacht. Es gibt zwei Varianten: Erhalt des Altbaus und entsprechender Neubau auf dem Gelände als Ergänzung oder Abriss des Altbaus und zweigeschossiger Neubau an gleicher Stelle. Peter Heimann (Schule und Sport) und Michael Lobe (Liegenschaften) favorisieren Letzteres. "Es ist sicherlich schade um das historische Gebäude", meinte Lobe, "aber insgesamt gibt es mehrere Probleme, wenn wir es so erhalten und modernisieren wollen." Demnach ist die bauliche Situation mit nur einem Rettungsweg ungünstig. Auch was Deckensanierung, Brandschutz und Energiebilanz angeht, ist der Altbau problematisch. Zudem würde der ohnehin schon kleine Schulhof durch einen ergänzenden Bau noch mehr eingeschränkt. Die Planer wollen daher den Altbau entfernen und ein zweigeschossiges Gebäude mit vier Klassenzimmern, Küche und Speiseraum errichten. Diskutiert wurde auch eine "historisierende Fassadengebung", die an das alte Gebäude erinnert.

An der Hermann-Gmeiner-Schule soll der Offene Ganztag ausgebaut werden – für rund 630 000 Euro. Mit dem Geld sollen Speiseraum und Küche umgebaut und modernisiert werden, die bisher provisorisch im Schulgebäude untergebracht sind. Deutlich erweitert werden soll die Schule am Lerchenweg, wo ein Anbau mit zwei Geschossen geplant ist. Kostenpunkt: 660 000 Euro. Als Baubeginn für die Maßnahmen ist 2015 anvisiert.

(RP)