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Monheim: Viele wollen gemeinsam lernen

Monheim : Viele wollen gemeinsam lernen

Bis gestern konnten sich die Viertklässler mit ihren Eltern an der Sekundarschule im Gebäude der Lise-Meitner-Realschule anmelden. Der zuständige Fachbereichsleiter bewertet die Resonanz insgesamt als "gut".

Schaimer (10) kommt gerade mit ihrer Mutter aus dem Anmeldegespräch für die Sekundarschule. Das zarte Mädchen mit den dunklen Augen wäre eigentlich gerne zum Gymnasium gegangen. Dort hatten die Lehrer aber abgeraten und auf die zum Schuljahr 2012/13 startende neue Schulform verwiesen. "Ich habe alle Möglichkeiten offen, kann immer noch Abitur machen", sagt die Zehnjährige zufrieden.

Im Gebäude der Lise-Meitner-Realschule am Berliner Ring ist es am letzten Anmelde-Nachmittag ruhig. Bezogen auf alle drei Tage sei die "Resonanz gut", erklärt Uwe Trost, Fachbereich Schulen bei der Stadtverwaltung. Das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen; konkrete Zahlen könne er deshalb erst später bekanntgeben. Tröpfchenweise kommen Viertklässler mit ihren Eltern und füllen die Formulare aus. Viele von ihnen wohnen im Berliner Viertel. Und nicht alle wissen, dass in den Eingangsklassen nach den Sommerferien eben keine Realschüler mehr sitzen werden. "Sekundarschule?", wundert sich Gashi Sheqiri, der mit Bajram (11) kommt. "Das habe ich nicht gewusst! Was ist das?"

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Gut informierte Eltern

Petra Pesch und Claudia Bastian vom Anmeldeteam betonen jedoch, dass sich die meisten Eltern sehr genau über das gemeinsame Lernen in der Sekundarstufe I und die Kooperation mit dem Gymnasium informiert hätten, so wie Elife Alpsaram. Sie war mit ihrem Sohn bereits am Tag der offenen Tür da. "Es hat uns alles sehr gut gefallen. Auch die Lehrer sind sehr angenehm", sagt die Mutter. Und Melik (10) ist mit der Schulwahl einveerstanden, vielleicht werden sogar einige seiner Freunde mit ihm in eine Klasse gehen.

"The Time of my life" singen Kinderstimmen aus dem benachbarten Musikraum. Der Love-Song aus "Dirty Dancing" — vielleicht auch ein symbolisches Bekenntnis zu einer neuen Schulform? Petra Pesch jedenfalls war überrascht, wie engagiert und überzeugt sich die Eltern in den Gesprächen zeigten. Sie ist optimistisch, mit dem neuen Weg des individuellen aber gemeinsamen Lernens bis Klasse zehn, den pädagogisch richtigen Weg einzuschlagen. "Ganz wichtig ist mir die Wertschätzung jedes einzelnen Schülers", sagt die bisherige Konrektorin der Hauptschule.

(RP/rl)