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Langenfeld: Viele Hinweise auf gesuchten Vergewaltiger

Langenfeld : Viele Hinweise auf gesuchten Vergewaltiger

Ein und derselbe Mann hat offenbar innerhalb von vier Monaten zwei junge Frauen vergewaltigt: am 31. Mai in der Nähe des S-Bahnhofs Langenfeld-Berghausen und am 29. September in einem Gebüsch an der Pestalozzistraße in Hilden.

Nach der Täterbeschreibung der Frauen wurden Phantombilder angefertigt, die sich verblüffend ähneln. Jetzt versucht die Polizei dem Täter mit großem Aufgebot auf die Spur zu kommen. Mehr als 100 Beamte gingen gestern und gehen auch heute noch vor allem im Hildener Süden, aber auch im Langenfelder Norden von Haus zu Haus. Sie verteilen Handzettel mit dem Phantombild und befragen Anwohner.

In der Hildener Innenstadt gibt es kaum eine Ladentür, an der kein Fahndungsplakat hängt. Gleiches gilt seit einem Monat für die Langenfelder City, wo seit Anfang Oktober mit solch einem Phantombild nach dem Vergewaltiger der Berghausener Tat gesucht wird. Dort waren frühmorgens drei Männer an der Treppe vom S-Bahnhof zum Parkplatz über eine junge Frau hergefallen, die gerade mit der S-Bahn angekommen war und zu ihrem Auto gehen wollte. Der von ihr als "Babygesicht" beschriebene Vergewaltiger ist etwa 20 bis 23 Jahre alt, 1,90 Meter groß und korpulent, hat auffällig dicke Waden. Er sprach gebrochen Deutsch mit osteuropäischem Akzent. Die nach der Hildener Vergewaltigung erneute Großfahndung befürwortete Passantin Beate Müller: "Allein schafft die Polizei das nicht. Und wir werden durch die Aktion gewarnt. So etwas sollte die Polizei ruhig häufiger machen." Friseur Marco Cavallo: "Schlimme Verbrechen. Wir haben Kinder - und Angst um sie." Auch er hat das Phantombild an seine Schaufensterscheibe geklebt: "Natürlich unterstütze ich die Fahndung." "Schlimme Sache", sagt Passantin Monika Aussem: "Ich habe überlegt, ob ich den Kerl schon mal irgendwo gesehen habe." Dass die Polizei so an die Öffentlichkeit geht, findet die Seniorin gut.

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"Bis jetzt haben wir leider noch keine ganz heiße Spur", berichtet Polizeisprecher Ulrich Löhe: "Aber es gab viele Hinweise. Die Ermittler werden in den nächsten Wochen viel Arbeit haben, sie durchzuarbeiten." Die Kollegen der Bereitschaftspolizei seien sehr engagiert: "Sie sprechen wirklich jeden an und gehen im Hildener Süden von Straße zu Straße und Haus zu Haus." Nach Auskunft seines Kollegen Marten Harms werden Handzettel nachgedruckt, um damit auch in Langenfeld von Haus zu Haus zu gehen. Gesucht wird auch ein Zeuge, der die Polizei mit einem anonymen Brief über die Vergewaltigung in Hilden informiert hatte.

(RP)