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Monheim: "Viel verbessert in 30 Jahren"

Monheim : "Viel verbessert in 30 Jahren"

Der Monheimer "Verein für Rollstuhlfahrer und deren Freunde" setzt sich seit 33 Jahren für die Belange älterer und gehbehinderter Menschen ein. Dazu gehören auch wöchentliche Treffen im Eki-Haus, die Gelegenheit zum regen Austausch bieten. Derzeit zählt der Verein knapp 70 Mitglieder. RP-Mitarbeiter Dorian Audersch sprach mit Vorstandsmitglied Monika Handreck.

Wie barrierefrei ist Monheim?

Handreck In den vergangenen 30 Jahren hat sich einiges im Stadtgebiet getan. Schon die ehemalige Bürgermeisterin Ingeborg Friebe hat sich sehr dafür eingesetzt, dass der öffentliche Raum barrierefrei wird. Unter anderem wurden Gebäude mit baulichen Maßnahmen nachgebessert, Bürgersteige abgesenkt und breitere Gehwege geschafften. In der Verwaltung hat das Thema Barrierefreiheit inzwischen einen ganz anderen Stellenwert, als zu den Zeiten der Vereinsgründung. Von daher ist die Situation in Monheim zufriedenstellend.

In welchen Bereichen muss sich noch etwas tun?

Handreck Ein Problem ist zumindest teilweise der öffentliche Nahverkehr. Da hapert es noch an einigen Stellen. Vor allem das Ein- und Aussteigen in Bus und Bahn ist für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren immer noch unnötig beschwerlich. Zudem kommt es auch vor, dass beispielsweise die Busfahrer nicht behilflich sind, wenn es sein muss. Das ist sicherlich nicht immer der Fall, aber trotzdem sollte in diesem Bereich nachgebessert werden.

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Ihr Verein hat in diesem Jahr sein 33-jähriges Bestehen gefeiert. Wie sieht Ihr Fazit dieser Jahre aus?

Handreck Mein Mann und ich sind zwar keine Gründungsmitglieder, aber wir sind seit rund 30 Jahren dabei. Ich denke, dass wir in dieser Zeit gemeinsam mit den Ehrenamtlern sehr erfolgreich gearbeitet haben. Wir bieten Rollstuhlfahrern und ihren Freunden eine Heimat — auch um Menschen, die sonst nicht viel unternehmen, aus der Isolation zu holen. Hinzu kommen die wöchentlichen Treffen, gemeinsame Ausflüge und Fachvorträge, die wir organisieren. Die Arbeit ist nicht immer einfach, aber sie lohnt sich in vielerlei Hinsicht.

(dora)