1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Viel Europa-Programm in Monheim

Viel los im ersten Halbjahr : Monheimer macht sich für Europa stark

Manfred Klein ist Ortsvorsitzender der überparteilichen Europa-Union.

Die bevorstehende Europawahl am 26. Mai mag für viele noch sehr weit in der Zukunft liegen. Für Manfred Klein (75), Vorsitzender der Europa Union in Monheim,  und seine Mitstreiter ist der Zeitplan bis dahin  jedoch eng bemessen. So gilt es, sich detailliert darauf vorzubereiten und einige Veranstaltungen mit Blick auf die alle fünf Jahre stattfindende Wahl zu organisieren.  Am Freitag, 12. April, beispielsweise stellen die einzelnen Parteien im Saal der Volkshochschule an der Tempelhofer Straße ihre Kandidaten für die Europawahl vor. Zugesagt haben bereits Moritz Körner (FDP), Uwe Pakendorf (CDU) und Verena Wester (AfD).

Klein selber ist Europäer mit Leidenschaft. 1943 in Ostpreußen geboren, ist er nach dem Krieg als Kleinkind mit den Eltern vor den russischen Besatzern  geflohen und  wuchs in Hamburg und Düsseldorf auf, bevor er nach Monheim kam. Kein Verständnis hat der 75-Jährige für die Populisten und Nationalisten dieser Welt wie beispielsweise den amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder den russischen Regierungschef Wladimir Putin. „Wir brauchen Europa, nicht nur als Symbol für den Frieden, sondern damit die 28 Länder eine starke Stellung in der Welt haben“, bekundet er.

  • Gemeinsam mit Schülern und Lehrern nahm
    Mülhausen : Liebfrauengymnasium ist jetzt Europaschule
  • Der Kanzler der europäischen Einigung
  • Europawahl 2019 : Europa in Grafiken und Zahlen

Damit jeder die einzelnen Länder der Europäischen Union kennenlernt, findet in Monheim regelmäßig die Europäische Woche statt. In diesem Jahr bereits zum 14. Mal. Vom 31. März bis 7. April stellt sich Portugal mit Vorträgen, Autorenlesungen und Musik vor. „Ein kleines Land mit großer Geschichte“, findet Manfred Klein. Bürgermeister Daniel Zimmermann eröffnet die Woche am Sonntag um 12.30 Uhr vor dem Rathaus.

 Klein glaubt, dass in diesem Jahr viele Bürger  ihre Stimme bei der Europawahl abgeben werden. „Die Menschen spüren, dass die Abgrenzung der Amerikaner gefährlich werden kann,  und dass dies jeden von uns betrifft.“ Deshalb rät er allen Monheimern,  die ihn um Rat fragen, am 26. Mai eine Partei zu wählen, die die europäische Idee vertritt. Wichtige Themen wie das Weltklima ließen sich nun einmal  nicht auf  nationaler Ebene  lösen.  Außerdem hätten die Menschen in den vergangenen Jahren von Europa profitiert, sei es bei der Reisefreiheit, der Sozialpolitik  oder bei der einheitlichen Währung, dem  Euro.

Über die Erneuerung des deutsch-französischen Vertrages in Aachen hat er sich gefreut: „Das ist ein Kernpunkt, der anderen Mut machen kann.“ Und auch der Brexit könne den Zusammenhalt der übrigen europäischen Staaten stärken. Die europäische Sozialunion ist deshalb am 13. März bei einer Podiumsdiskussion im Bürgerhaus Baumberg Thema. Ralph Sina (WDR Brüssel) moderiert den Abend unter der Fragestellung „Chance oder Risiko?“. Europa wirke aber mit vielen positiven Projekten bis in die Städte und Gemeinden hinein. So habe sich Monheim beispielsweise am Bau des 2002 fertiggestellten und rund 30 Millionen Euro teuren Rheindeiches nur mit 3,1  Millionen Euro beteiligt. Den dicksten Brocken hätten Land, Bund und eben die europäische Kommission mit 5,4 Millionen Euro übernommen. Die EU habe ebenfalls die Renaturierung des Altrheins und das Projekt „Auenblicke“ der Biologischen Station finanziell gefördert. „Davon  haben wir in Monheim langfristig alle etwas.“

Seit 2012 sei das Otto-Hahn-Gymnasium Europaschule. „Dieser Schritt ist 2011 bei einer Schulleiterkonferenz angeregt worden“, sagt der 75-Jährige.