Verkehrsunfallstatistik im Kreis Mettmann

Verkehrsunfallstatistik : Zahl der Unfälle ist im Kreis gestiegen

Polizei legt Verkehrsunfallstatistik 2018 vor. Zwei von sieben im Kreis tödlich Verunglückten starben in Langenfeld.

Die Zahl der Verkehrsunfälle hat im Kreis Mettmann im Jahr 2018 um 217 auf 14.155 zugenommen. Es verunglückten 1792 Menschen. Dies ist laut Landrat Thomas Hendele, der gestern die Verkehrsunfallstatistik vorstellte, eine Steigerung von 106 Verletzten. Sieben Menschen verloren auf den Straßen im Kreis bei Unfällen ihr Leben.  Dabei starben in Langenfeld im Januar ein 78-jähriger Autofahrer an der Schneiderstraße und im Juni eine 73-jährige Radlerin auf der Straße Ringelshecke. In Monheim gab es im vergangenen Jahr keine Unfalltoten. Im Kreisgebiet  waren es im Jahr 2017 insgesamt zehn Personen.

Verkehrsunfälle mit Verletzten

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 1785 Menschen im Kreisgebiet verletzt, davon  1480 leicht und 305 Personen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Es gab 24 Schwerverletzte (7,29 Prozent) weniger als 2017.

Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht

In 2018, so Erster Polizeihauptkommissar Rolf Schefzig, wurden 3649 Unfallfluchten im Kreisgebiet  angezeigt. Im Vergleich zum Vorjahr (3540) waren es 109 Vorgänge (3,08 Prozent) mehr. Die Aufklärungsquote von 41,46 Prozent liegt um 1,82 Prozentpunkte (43,28 Prozent) unter der des Vorjahrs. Es gab 112 Unfallfluchten mit Verletzten. „In solchen Fällen arbeiten wir mit einer besonderen Ermittlungsgruppe, die einer Mordkommission ähnlich ist“, so Schefzig.   64,29 Prozent dieser schweren Fällen seien geklärt werden. Damit sank die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um 2,38 Prozentpunkte.

Verkehrsunfälle unter Einfluss von Alkohol und Drogen

2018 stand bei 150 Verkehrsunfällen mindestens ein Beteiligter unter dem Einfluss von Alkohol; im Vorjahr (137) waren es 9,49 Prozent weniger. Bei Alkoholunfällen wurden 64 Menschen verletzt (54 in 2017), davon 17  schwer und 47  leicht.

Verkehrsunfälle mit Radfahrern 2018 verunglückten  insgesamt 389 Radfahrer und 77 Pedelecfahrer auf Straßen und Wegen im Kreis. Es starben ein Rad- und ein Pedelecfahrer, 83 Radler oder Pedelecfahrer wurden schwerverletzt und 381 leichtverletzt. Die Zahl der verunglückten Rad-/Pedelecfahrer stieg  um 22,63 Prozent. „Eine Zahl, die alarmiert“, sagte Schefzig. Immer mehr Menschen fahren auf Pedelecs, besonders ältere Radfahrer sind in Unfälle verwickelt. Die Polizei empfiehlt dringend gebührenfreie Schulungen der Kreisverkehrswacht.

Verkehrsunfälle mit Motorrad

In 2018 verunglückten 137 Motorradfahrer. 44  wurden schwer und 93 leicht verletzt. Die Zahl der verunglückten Motorradfahrer stieg im Vergleich zu 2017 (114) um 20,18 Prozent. „Die Polizei wird ihre Kontrollen ausweiten, aber auch vermehrt Biker über mögliche Gefahren aufklären“, sagte Hendele.

Verkehrsunfälle mit Kindern

174 Kinder wurden 2018 in einen Verkehrsunfall verwickelt (im Jahr zuvor waren es 184). 26 der verletzten Kinder verunglückten auf dem Schulweg; 2017 waren es 34.

Verkehrsunfälle mit Senioren ab 75 Jahren

In 2018 waren 700 Senioren ab 75 Jahren an einem Verkehrsunfall beteiligt. Davon waren 29 als Mitfahrer unterwegs (25 in 2017). 169 Menschen dieser Altersgruppe verunglückten,  zwei Senioren starben, 42 wurden schwerverletzt und 125 leicht. Im Vergleich zu  2017 stieg die Zahl der verunglückten Senioren von 125 um 35,2 Prozent.

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