Verkehrsausschuss Langenfeld lehnt BGL-Antrag ab

Langenfeld : Verwaltung prüft Verkehr in Wiescheid

Die BGL scheiterte mit ihrem Antrag, an der Kirch- und der Tiefenbruchstraße Tempo 30 einzuführen.

Lothar Probost hat einen dicken Umschlag mit 270 Unterschriften zur Sitzung des Verkehrsausschusses mitgebracht. Damit unterstützen er und viele Anwohner der Kirch- und Tiefenbruchstraße einen Antrag der BGL-Fraktion, die dort Tempo 30 fordert. Doch die Politiker im Fachausschuss des Langenfelder Stadtrats lehnten den Antrag mehrheitlich nach längerer Diskussion ab. Stattdessen beschlossen sie am Donnerstagabend,  die Verwaltung möge die Gesamtsituation vor Ort noch einmal prüfen und zum Jahresende ein Konzept vorlegen.

Bei Verkehrsmessungen sowohl an der Tiefenbruchstraße  als auch an der Kirchstraße seien keine höheren Geschwindigkeiten als zugelassen festgestellt worden, sagte Referatsleiter Franz Frank. Dort sei höchstens Tempo 50 erlaubt. Vor allem an der Kirchstraße führen die meisten Autofahrer unter 35 Stundenkilometern.  Andreas Menzel (BGL) kommentierte, die Messungen seien zwar „ganz nett“, aber die Stellen, an denen sie vorgenommen wurden, seien ungeeignet, da dort nicht wesentlich schneller als 30 Stundenkilometer gefahren werden könne. Er unterstrich, ihm und den Anwohnern gehe es in erster Linie um die Erhöhung der Verkehrssicherheit und um eine Begrenzung des Schleichverkehrs.

Joachim Herzig (SPD) sagte, er könne die Bürger zwar verstehen, doch die Straße sei nun mal keine Wohnstraße. Er beantragte, es solle ein Verkehrskonzept für Wiescheid erstellt werden. Auch die CDU schloss sich seinem Vorschlag an. Der eigentlich relevante Punkt sei, wie man den Schleichverkehr in Wiescheid verhindern könne, hieß es.

Franz Frank versicherte, die Verwaltung werde eine entsprechende Vorlage noch in diesem Jahr aufbereiten, räumte aber ein: „Es wird schwierig, überall Tempo 30 durchzusetzen.“

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