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Monheim: Verkauft: Monheimer Tor und Rathaus-Center

Monheim : Verkauft: Monheimer Tor und Rathaus-Center

Beide Ladenzentren haben neue Eigentümer. Ein Jahr nach der Eröffnung fasst das Monheimer Tor Fuß, auch dank Gratis-Parkplätzen.

Monopoly im Stadtzentrum: Die beiden großen Ladenzentren haben jetzt neue Eigentümer. Die Phoenix Development GmbH (Bonn) hat von der Immobiliengesellschaft Ziag das Rathaus-Center I und II erworben, und das vor genau einem Jahr eröffnete Monheimer Tor wechselte vom Projektentwickler Sontowski&Partner zur international operierenden Gruppe Henderson Global Investors, die in Frankfurt ihren Deutschland-Sitz hat. Der städtische Wirtschaftsförderer Oliver Brügge äußerte sich im RP-Gespräch sehr zufrieden über die Entwicklung des Monheimer Tors. Er erhoffe sich durch den Eigentümerwechsel außerdem "neuen Schwung fürs Rathauscenter", der durch den Eingang am Busbahnhof und den Laufweg zum Monheimer Tor ja bereits eingeleitet sei.

Diese direkte Verbindung für Kundenströme bezeichnete am Freitag auch Phoenix-Prokurist Dr. Stephan Schnitzler als sehr wichtig. "Beide Ladenzentren ergänzen sich mit ihren Angeboten. Das Rathauscenter soll als modernes Shoppingcenter wahrgenommen werden, das Monheimer Tor bietet attraktive Fachmärkte. Wir waren in die Planung des neuen Eingangs bereits einbezogen, weil wir schon seit lange vor dem jetzt erfolgten Kauf mit Ziag im Gespräch waren." Phoenix ist übrigens auch schon andernorts in der Region aktiv: In Mettmann wird das Bonner Unternehmen im März 2013 die Königshof-Galerie eröffnen.

Im Monheimer Rathaus-Center geht es laut Schnitzler zunächst darum, das Erscheinungsbild aufzuwerten. "Wir wollen sie innen an mehreren Stellen besser ausleuchten, dazu auch die unglücklich an der Decke angebrachten Lamellen entfernen." Auch der Zugangsbereich der Tiefgarage sei zu dunkel. Bei der Neubelegung der durch den Umzug von Deichmann und Ernsting's Family ins Monheimer Tor im Rathaus-Center freigewordenen Ladenflächen hat der neue Eigentümer vor allem Bekleidungsmode im Sinn.

Zufrieden mit dem vor einem Jahr bezogenen Standort im Monheimer Tor ist nach eigenen Angaben das Kaufhaus Woolworth. "Die Entscheidung, nach Monheim zu gehen, war goldrichtig, das zeigt der enorme Kundenzuspruch", sagt Dieter Schindel, Vorsitzender der Geschäftsführung. Weniger euphorisch äußerte sich im RP-Gespräch Heinz Hövener, der im Monheimer Tor den Edeka-Supermarkt betreibt. Die anfangs auf dem Parkdeck des Ladenzentrums verlangten Gebühren seien aus seiner Sicht geradezu geschäftsschädigend gewesen, wo doch ringsum ein bis zwei Stunden gratis geparkt werden dürfe. Auf eigene Kosten ("Die Filialisten beteiligen sich leider nicht an der Finanzierung") hat Hövener mit dem Parkdeckbetreiber eine Regelung vereinbart. "In den ersten drei Stunden kann jetzt gratis geparkt werden. Ich hoffe, dass sich das schnell rumspricht und im zweiten Jahr die Geschäfte besser laufen."

(RP/ac)