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Vergleich von Städten in NRW: Hundesteuer ist in Langenfeld im Kreis Mettmann am niedrigsten

Mettmann : Hundesteuer ist in Langenfeld am niedrigsten

Eine aktuelle Studie des Bundes der Steuerzahler vergleicht Beträge in 396 Städten. Monheim liegt im Kreisgebiet auf Platz 2.

Die Liebe zu einem Vierbeiner kann teuer werden. Wie teuer, das hängt vom Wohnort ab: Die Stadt Langenfeld hat im Kreis Mettmann die niedrigsten Hundesteuersätze. Die  Wülfrather zahlen  am meisten. Das ist Ergebnis einer Studie, die jetzt der Bund der Steuerzahler veröffentlicht.

Erstmals hat der Bund die Hundesteuersätze für alle 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen erhoben. Demnach ist NRW-weit Lienen mit 24 Euro für den ersten, 60 für den zweiten und 72 für den dritten Hund besonders günstig, während Hagen mit 180 Euro für den ersten, 210 für den zweiten und 240 für den dritten Hund für Tierhalter ein teures Pflaster ist.

Die Mehrzahl der Städte des Kreises Mettmann findet sich in dieser Studie im Mittelfeld wieder. Ausreißer sind als besonders günstige Städte für den ersten Hund jedoch Langenfeld mit 90 (seit dem Jahr 1996) und Monheim mit 96 Euro. Im vergangenen Jahr verlangte Monheim noch 132 Euro, hatte diesen zuvor sieben Jahre lang unangetasteten Satz auf Vorschlag der Stadtverwaltung aber zum 1. Januar 2019 auf den bis Ende 2005 geltenden  Betrag verringert.

Die Sätze im Einzelnen (in den Klammern die Steuersätze für den ersten, zweiten und dritten Hund): Langenfeld mit rund 4000 Hunden (90, 108, 126), Monheim (96, 120, 144), Heiligenhaus (108, 135, 155), Erkrath (110, 130, 150), Mettmann (110, 140, 160), Ratingen (112, 160, 195), Hilden (114, 138, 156), Velbert (119, 146, 174), Haan (120, 144, 168), Wülfrath (132, 156, 180). Doch warum ist Wülfrath so teuer? Antwort: Um die Zahl der Tiere zu begrenzen. Die Erhöhung der Hundesteuer auf den aktuell gültigen Satz wurde 2017 beschlossen. Damals reifte die Erkenntnis, dass es in der Kalkstadt im Vergleich mit anderen Kommunen der Region relativ viele Hunde pro Einwohner gibt. Daher wurde der Satz von 120 auf 132 Euro erhöht.

Angenehmer Nebeneffekt: Die höhere Besteuerung der Hundehalter spült den Kommunen auch mehr Geld in die Kassen. Allein in Wülfrath waren es nach Angaben der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr 201.480 Euro, mehr als erwartet. In Monheim verringern sich laut Finanz-Bereichsleiter Guido Krämer durch die Steuersenkung die Einnahmen bei 2350 Hunden von zuletzt 340.000 auf nun 250.000 Euro.

Allerdings ist die Hundesteuer für die Einnahmen einer Kommune von eher nachrangiger Bedeutung: Nach Angaben des statistischen Bundesamtes beträgt ihr Anteil an den Gemeindesteuern durchschnittlich gerade mal 0,5 Prozent. Sie gilt übrigens als Luxussteuer, die die Last der Allgemeinheit dafür ausgleichen soll, dass sich eine Gruppe etwas Besonderes leistet.

Das allerdings rief Gegner auf den Plan, die in einem Hund mehr als nur Luxus, sondern den Sozialpartner des Menschen sehen. Daher haben zwischenzeitlich einige Städte eine so genannte Tierheim-Befreiung: Wer seinen Hund statt aus einer Zucht aus dem Tierheim beschafft, muss zumindest eine Zeit lang keine Steuer zahlen. In Erkrath währt diese Tierheim-Befreiung laut Studie des Steuerzahlerbundes zwei Jahre.