Langenfeld: Verbände: Hendele soll sich gegen Jagdsteuer wenden

Langenfeld : Verbände: Hendele soll sich gegen Jagdsteuer wenden

Landrat Thomas Hendele soll sich in seiner Funktion als Präsident des Landkreistages NRW gegen die Wiedereinführung der von der rot-grünen Landesregierung geplanten Jagdsteuer stellen.

Diesen Appell haben jetzt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und der Verband der Eigenjagdbesitzer und Jagdgenossenschaften (RVEJ) an Hendele gerichtet. Beide Verbände befürchten nach eigenem Bekunden aufgrund der Jagdsteuer mehr Wildschäden in der Landwirtschaft und sogar ein erhöhtes Risiko von Tierseuchen.

Den Appell haben RLV-Präsident Bernhard Conzen und der RVEJ-Vorsitzende Antonius von Boeselager in einem gemeinsamen Schreiben an Hendele formuliert. Dass sie sich ausgerechnet an den Landkreistagspräsidenten wenden, hat nach ihren Worten mit Rechtfertigungsversuchen mehrerer Landtagsabgeordneter der Düsseldorfer Koalition zu tun: Diese folgten nach eigenem Bekunden mit der Einführung der Jagdsteuer lediglich einem "Anliegen" der Landkreise, so Conzen und von Boeselager.

Nach ihrer Auffassung liegt die Jagdsteuer aber gerade nicht im Interesse der Landkreise, da sie das Interesse an der Jagd mindere. "Wenn Jagdreviere wegen der zu hohen finanziellen Gesamtbelastung für einen Jagdpächter keine Interessenten mehr finden, werden die Wildschäden, gerade auch in Sonderkulturen, noch erheblich zunehmen", warnen Conzen und von Boeselager. Überdies drohten sich immer weniger Jäger um das Fallwild zu kümmern. Deshalb bestehe die Gefahr, dass Seuchen in Nutztierbestände übertragen werden - so etwa Schweinepest beim Schwarzwild.

(gut)