Langenfeld: Ungetrübter Badespaß

Langenfeld: Ungetrübter Badespaß

Der für Schwimmer freigegebene See der Wasserskianlage wurde jetzt als das erste EU-Badegewässer im Kreis Mettmann mit dem "Blauen Dreieck" ausgezeichnet. Er wird regelmäßig nach strengen Richtlinien kontrolliert.

Noch sind es nur einige Wagemutige, die sich angesichts der frischen Brise in das kühle Nass wagen. Aber das wird sich in den bevorstehenden Sommermonaten deutlich ändern. Kurz nach dem Saisonauftakt der Wasserskianlage wurde jetzt das erste EU-Badegewässer im Kreis Mettmann eröffnet. Der mit dem "Blauen Dreieck" ausgezeichnete See wird regelmäßig nach strengen Richtlinien kontrolliert und bewertet. Damit ist der See in diesem Jahr erstmals offiziell zum Schwimmen und Baden geeignet.

"Mit dieser Anlage haben wir im Kreis ein Ausflugsziel für die gesamte Region", sagte Landrat Thomas Hendele bei der Übergabe des Blauen Dreiecks. "Hier haben wir eine tolle Landschaft und jetzt auch einen schönen Badesee. Das passt in das Touristik-Konzept des Kreises. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass der Tagestourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist."

Umso erfreulicher sei die Auszeichnung. Nach der geltenden EU-Richtlinie müssen Naturseen einige Bedingungen erfüllen, bevor sie als Badesee bezeichnet werden dürfen. Eine der Vorgaben ist, dass für jeden Gast ersichtlich sein muss, was er zu erwarten hat. Es darf keine verdeckten Gefahren im Wasser geben. Zudem werden Sichttiefe und Algenbildung kontrolliert und die Qualität des Wassers regelmäßig getestet. Die Aufsichtsbehörde des Landrats gibt die Beobachtungsergebnisse an die Landesregierung weiter.

"Die Untersuchungswerte der letzten 30 Jahre lassen erwarten, dass der See dauerhaft sauber bleibt", meint Betreiber Johannes Sühs. "Seit 1976 haben wir keine schlechten Testergebnisse bei der Wasserqualität. Das liegt vor allem daran, dass ein regelmäßiger Austausch mit dem Grundwasser stattfindet."

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Auch die Wasserskifahrer sind seinen Angaben nach vorteilhaft für den See: "Durch die Aufwirbelung erhöht sich der Sauerstoffgehalt in den oberen Wasserschichten leicht. Das ist durchaus ein positiver Nebeneffekt." Die "blaue Kategorie" auf der NRW-Karte der Badegewässer ist also bis auf weiteres nicht in Gefahr. An heißen Tagen können sich die Badegäste bedenkenlos in das kühle Nass begeben und ein paar Runden schwimmen.

Noch beträgt die Wassertemperatur zwar nur um die 17 Grad, doch in den Hochsommermonaten erwärmt sich der See auf angenehme 25 Grad. "Wir haben in den letzten Jahren unser Angebot kontinuierlich erweitert", wirbt Sühs. "Auf dem Gelände kann man sich erholen, oder auf verschiedene Weise sportlich aktiv sein. Es gibt Möglichkeiten zum Grillen und jetzt auch zum Schwimmen. Zudem gibt es einen Sandstrand und einen Kinderspielplatz."

Der erste Höhepunkt der Saison folgt ebenfalls bereits in Kürze. Am kommenden Wochenende gibt es in dem "WakeUp-Camp" die Gelegenheit, das "Wakeboarden" besser kennen zu lernen. Dafür kommen rund 250 Anhänger des Trendsports nach Langenfeld, um ihr Können auf dem Wasser zu zeigen. Im Sommer folgt dann mit den "Langenfeld Open" ein offenes Wakeboard-Turnier, bei dem alle Interessierten mitmachen können. Johannes Sühs hofft derweil auf Beistand von oben: "Jetzt fehlt nur noch ein schöner, heißer Sommer."

(RP)
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