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Monheim: Unfall: Auto aus dem Rhein geborgen

Monheim : Unfall: Auto aus dem Rhein geborgen

Ein 35-jähriger Monheimer hat am frühen Mittwochmorgen mit seinem Auto den Zaun an der Rheinpromenade gegenüber des alten Shellgebäudes durchbrochen und landete im Rhein. Die Suche nach dem Fahrzeug zog sich bis in den Nachmittag.

Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera und die Bayer Werksfeuerwehr unterstützten zunächst am frühen Mittwochmorgen die Monheimer Feuerwehr und die Polizei bei der weiträumig angelegten Suche nach dem Fahrzeuginsassesn. Dieser wurde unter Schock stehend und unterkühlt später 100 Meter rheinaufwärts von der Unfallstelle gefunden.

Die Suchenden sahen auf dem Deichweg eine Person, die die Böschung der vom Rhein abgewandten Seite hinunterlief, unten hinfiel und liegen blieb. Der komplett durchnässte Fahrer war zunächst nicht ansprechbar. Die Rettungskräfte brachten ihn nach Düsseldorf in die Universitätsklinik, sagte Hartmut Baur, Leiter der Monheimer Feuerwehr.

Ein niederländischer Schiffsführer hatte das Unglück zufällig im Vorbeifahren beobachtet und über Funk gemeldet, teilte die Kreispolizeibehörde in Mettmann gestern mit. Sofort setzte die Suche nach der genauen Unfallstelle zu Wasser, am Land und aus der Luft ein.

"Wir haben den Fahrer und mögliche weitere Insassen fast zwei Stunden lang gesucht", sagte Baur. "Zunächst wussten wir ja noch nicht, dass er alleine im Auto gesessen hat." Baurs Mannschaft und die weiteren Helfer durchkämmten den Uferbereich an der kompletten Baumberger Rheinuferstraße, der Bleer Straße und am Kielsgraben.

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Im Bereich Rheinpromenade / Alte Freiheit entdeckten sie schließlich eine beschädigte Stelle im Zaun. "Dort fehlten drei Elemente." Baur vermutet, dass der Wagen dort gegen die Begrenzung geprallt sei und sich anschließend überschlagen habe. Am Ufer entdeckten die Suchmannschaften Autoteile wie Glasscherben und eine Stoßstange.

Das Fahrzeug selber wurde erst am Nachmittag gefunden. Der Suche hatte sich zunächst verzögert, da laut Auskunft der Wasserschutzpolizei der Fluß hohes Wasser mit sich führte. Ein Autowrack auf dem Grund stellte deshalb keine Gefahr für den Schiffsverkehr dar.

In einer ersten Vernehmung habe der 35-Jährige — der weiterhin im Krankenhaus liegt — angegeben, dass er alleine im Wagen saß. Als er das Radio einstellen wollte, habe er die Kontrolle über sein Auto verloten. Ob der Mann außerdem zu schnell unterwegs gewesen war, vielleicht zuvor Drogen oder Alkohol konsumiert hatte, sei noch nicht geklärt, sagte Löhe auf Anfrage. "Wir haben eine Blutprobe entnehmen lassen." Doch bis das Ergebnis vorliegt, könne es noch einige Tage dauern.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Auto fährt in Monheim in den Rhein: Suchaktion

(anch)