Langenfeld: Umstrittener Hubschrauber-Platz in der Schwebe

Langenfeld: Umstrittener Hubschrauber-Platz in der Schwebe

Unternehmer Witte hat auf Bürgermeister-Appell, das Vorhaben an der Dückeburg zu überdenken, noch nicht reagiert.

Der Streit um den geplanten Hubschrauber-Landeplatz an der Reusrather Dückeburg schwelt weiter. Der Antragsteller Gerhard Witte habe das von Bürgermeister Frank Schneider an ihn gerichtete Schreiben bislang noch nicht beantwortet, berichtete gestern der städtische Chefplaner Ulrich Beul auf Anfrage der RP. Wie berichtet, hatte Schneider vor seinem Urlaub mit Hinweis auf den Bürgerprotest den in der Dückeburg wohnenden Unternehmer Witte angeschrieben. In dem Brief bat er den Chef des an der Hans-Böckler-Straße ansässigen Unternehmens Control Expert, seinen Antrag noch einmal zurückzuziehen und "ernsthaft nach einem anderen Standort für einen Landeplatz zu suchen".

Auf dem Feld nahe der Dückeburg soll der Hubschrauber-Landeplatz errichtet werden. Vor allem Reusrather lehnen das Vorhaben ab. Foto: Ralph Matzerath

Im Gespräch mit der RP hielt sich Witte gestern bedeckt. "Es ist ein laufendes Verfahren. Deswegen möchte ich dazu nichts sagen." Auch die Gründe, warum er das Schreiben des Bürgermeisters bislang unbeantwortet ließ, wollte Witte nicht benennen. Mit dem Hubschrauber an seinem vor drei Jahren bezogenen Wohnsitz will der Chef des auf Auftragsdaten-Verarbeitung spezialisierten und bundesweit aktiven Unternehmens das firmeneigene Flugzeug in Mönchengladbach schneller erreichen. "Ich hatte schon damit gerechnet, dass es Widerstand gegen solch einen Landeplatz geben könnte. Aber die Bürgerinitiative hat in ihren Äußerungen zur angeblichen Zahl der Flugbewegungen und Größe eines Hangars maßlos übertrieben."

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Seitens der Bürgerinitiative kritisierte Karl Wilhelm Bergfeld, dass Witte auf das Schreiben des Bürgermeisters bislang nicht reagiert hat. Zugleich verwies er auf die rund 1400 Langenfelder Bürger, die sich während der Offenlage der Pläne mit ihren Unterschriften und Einwendungen bei der Bezirksregierung "gegen das Bauvorhaben in ihrem Naherholungsgebiet unmittelbar neben dem Landschaftsschutzgebiet und der denkmalgeschützten Dückeburg ausgesprochen haben".

Diese Zahl 1400 allein sage nur wenig, entgegnete Witte hierzu. "Etwa 97 Prozent der Langenfelder haben demnach kein Problem mit dem Landeplatz." Immerhin merkte Witte an, dass für ihn bei dem Vorhaben alles noch offen sei. "Wir prüfen in jede Richtung. Alternativen gibt es immer."

(RP)
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