Umbau Solinger Straße in Langenfeld zwischen Rathaus und Fußgängerzone

Langenfeld : So geht’s weiter an der Solinger Straße

Der im vergangenen Herbst begonnene Umbau der Solinger Straße zwischen Rathaus und Bahnunterführung soll in den Herbstferien fertig sein. Doch die nächste innerstädtische Großbaustelle ist nicht fern.

Gleich um die Ecke wird ab dem kommenden Frühjahr  die Solinger Straße zwischen Rathaus und Fußgängerzone umgestaltet. Auch dort verschwinden die Bordsteine und bekommen Fußgänger auf einer ebenerdigen Verkehrsfläche mehr Platz. Im Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen die Stadtpolitiker jetzt für diesen 200 Meter langen Abschnitt  Leuchtstelen, Stahlbänke, Fahrradständer und andere Gestaltungsdetails.

Die vom städtischen Verkehrsplaner Franz Frank vorgestellten Modelle kamen bei den Parteienvertretern gut an. Die säulenförmigen Straßenlaternen beleuchten asymmetrisch Gebäude und Boden. Zudem bekommen sie allesamt Sendetechnik, um den drahtlosen Internetempfang (W-Lan) in der City  zu verbessern. Nach Angaben des städtischen Chefplaners Ulrich Beul besteht zudem die Möglichkeit, in diesen Stelen Kameras, Ladeanschlüsse für Elektrofahrräder, Lautsprecher und sogar Wasseranschlüsse zu installieren. Die ebenfalls mit W-Lan-Sendern ausgestatteten höheren Lichtmasten, die jetzt auf dem Abschnitt der Solinger Straße bis zur Bahnunterführung stehen, werden über die Rathauskreuzung hinweg bis zur Einfahrt des Sparkassen-Parkplatzes angebracht.

Die stählernen Bänke mit und ohne Rückenlehnen werden Beul zufolge nicht fest einbetoniert, sondern im Boden verankert. „So lassen sie sich etwa bei Großveranstaltungen entfernen, bei denen sie im Wege stehen würden.“ Bei den Fahrradständern entschieden sich Planer und Politiker für das bügelförmige Modell, das in der City bereits vor der Kirche St. Josef zu finden ist.

Bereits im vergangenen November hatten die Stadtpolitiker den Umbau dieses etwa 200 Meter langen Abschnitts der Solinger Solinger Straße grundsätzlich beschlossen. Der dringende Handlungsbedarf ist von allen Seiten unbestritten: Radfahrer und Fußgänger kommen sich dort auf dem allzu schmalen Bürgersteig ins Gehege, daneben rumpeln Autos über eine unzulänglich geflickte Fahrbahn. Im Vergleich zur Fußgängerzone und zur verkehrsberuhigten Hauptstraße fällt die Solinger Straße auf dieser Hauptachse durch die City qualitativ ab.

Das Aachener Ingenieurbüro BSV hatte die Umgestaltung geplant. Wie die Grafik zeigt, entfallen die heutigen Querparkplätze komplett, da Tiefgaragen und Parkplätze nicht weit entfernt sind. Lediglich ein Kurzzeit-Parkplatz nahe der Apotheke für Notfälle bleibt erhalten. Die Bodenplatten entsprechen denen, die  in den vergangenen Monaten auf dem Abschnitt bis zur Bahnunterführung verlegt wurden und werden.

Eine zunächst erwogene Verlängerung der Fußgängerzone bis hin zum Rathaus war letztes Jahr verworfen worden. Laut Verkehrsplaner Frank ist sie wegen der notwendigen Erreichbarkeit der Parkhäuser in der Innenstadt nicht möglich. Nach einer Zählung fahren täglich etwa 8000 Autos auf diesem Teilstück. Eine Verlängerung der Fußgängerzone würde das nahe Wohnviertel unzumutbar belasten, hieß es in der damaligen Diskussion.

Foto: grafik

Insgesamt 1,4 Millionen Euro sind laut Beul für den Ausbau diesen bislang  vernachlässigten Abschnitts veranschlagt. Die Ausschussmehrheit lehnte einen Vertagungsantrag der BGL ab. Mit Rücksicht auf Weihnachtsgeschäft und Karneval soll der Umbau laut Beul im Frühjahr starten. „Die Arbeiten dauern etwa ein halbes Jahr.“

Mehr von RP ONLINE