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Turnhalle für Kopernikusschule in Langenfeld vorerst auf Eis gelegt

Wegen Immissionsrichtlinien : Turnhalle für Kopernikusschule vorerst auf Eis gelegt

Enttäuschung bei der Realschule: Die Vorgaben des Immissionsschutzgesetzes lassen bei einem Neubau in dem Wohngebiet nur eine eingeschränkte Nutzung zu.

Die Hoffnung auf den schnellen Neubau einer Turnhalle für die Kopernikusschule platzte am Dienstagabend. Der Wunschplatz der Realschule, der jetzige Bolzplatz, sei nur bedingt für einen Neubau geeignet. Das erläuterte der Leiter des Referats Stadtplanung und Denkmalschutz, Stephan Anhalt. Im ersten Schritt müsste zunächst ein Bauplan erstellt werden. Bei einem Neubau wäre die Turnhalle nur für den reinen Schulsport beschränkt. Vereine könnten die neue Halle in den Abendstunden und an Wochenenden nicht nutzen.

Als Grund nannte Anhalt die engen Richtwerte der Bundesimmissions Schutzverordnung (BimSchV). Die schreibe vor, wie hoch die Lärmbelastung sein darf. Der angedachte Neubau entstünde in einem reinen Wohngebiet. Dort gelten aber besonders niedrige Lärmbelastungswerte von 35 bis 50 Dezibel (dB). „Gerade in den Abendstunden und an Wochenenden können diese Werte bei einer Nutzung durch Vereine nicht garantiert werden“, erklärt Anhalt. Außerdem müssten Stellplätze vorgehalten werden.

„Aber wir könnten doch den zwei Minuten entfernten Schulparkplatz nutzen“, schlug Schulleiter Frank Thais vor. „Ein Ausweichen von Fahrzeugen auf den Schulparkplatz bringe nichts, weil dann auch dort die niedrigen Lärmschutzwerte gelten würden“, erwiderte Anhalt. Und er stellte klar: „Ein Abweichen von diesen Richtwerten ist nicht möglich. Sie müssen eingehalten werden. Aus diesem Grund haben wir in der Vergangenheit bereits zahlreiche Sportanlagen aus reinen Wohngebieten an Randbereiche verlagert.“

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Für die alte Turnhalle bestehe hingegen Bestandsschutz. Das brachte Schulleiter Thais auf die Idee, beide Gebäude zu verbinden. „Auch dann gelten die neuen dB-Werte“, hieß es darauf. Auf Nachfrage erklärte Anhalt, dass eine Halle, „die nur für den Schulsport genutzt würde, möglich wäre. In diesen Fall gilt die Verordnung nicht.“ Eine entsprechende Entscheidung läge in den Händen der Ausschussmitglieder. Die Suche nach einer Alternative in der Nähe sei nicht Auftrag an sein Referat gewesen. Der Blick auf die Karte zeige aber, dass die Alternativen gering seien.