Monheim: Tourismusmanagerin: Natur besser vermarkten

Monheim : Tourismusmanagerin: Natur besser vermarkten

Die gebürtige Mindenerin Maximiliane Richtzenhain-Tischer (33) soll die Stärken Monheims herausarbeiten. Im Herbst liegt ein Konzept vor.

Die Altstadt hat sich Maximiliane Richtzenhain-Tischer zuallererst angesehen, als sie nach Monheim kam. Historische Innenstädte seien allemal eine touristische Sehenswürdigkeit. "Der Schelmenturm ist ein besonders eindrucksvolles Wahrzeichen", sagt die erste Tourismusmanagerin im Monheimer Rathaus. Sie weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist die 33-Jährige in Minden gebürtig. Die westfälische Stadt mit 83 000 Einwohnern ist zwar fast doppelt so groß wie Monheim, verfügt aber ebenfalls über einen sehenswerten und gut erhaltenen Stadtkern. Und dann sei sie im Rheinbogen gewesen: "Ein ganz wichtiges und landschaftlich einmaliges Naherholungsgebiet zwischen den Großstädten Köln und Düsseldorf", betont sie. Die bekennende Naturliebhaberin radelt, reitet und joggt in ihrer Freizeit mit Vorliebe in solch ansprechenden Regionen.

Zum 1. April hat Richtzenhain-Tischer ihre Arbeit im Monheimer Rathaus aufgenommen. In den ersten Wochen knüpfte sie zahlreiche Kontakte und stellte fest: "Monheim hat touristisch gesehen ein gutes Potenzial. Das ist ausbaufähig." So habe sie viele engagierte Bürger getroffen, die ihre Stadt liebten und sich dafür engagierten. Hervorragende Arbeit leiste beispielsweise der Verein Klangweiten mit seinen Open-Air-Konzerten, die Marke Monheim mit ihrem Kulturprogramm und das Business & Conference Center Marienburg. "Meine Aufgabe ist es, diese vielen Bausteine zu bündeln, aufzubereiten und bekannt zu machen."

Ein Besucher brauche ein bis zwei Tage, um die Stadt zu erkunden. Die Tourismusmanagerin möchte deshalb eine Infobroschüre erstellen, in der beispielsweise Sehenswürdigkeiten, Kulturprogramm, Stadtführungen, Gastronomieangebote, Hotels und Freizeitmöglichkeiten knapp und anschaulich vorgestellt werden.

Vorrangig auf der Agenda steht jedoch das Tourismuskonzept. "Es soll mit Akteuren aus Monheim entwickelt werden, ist aber für die Aufbereitung an ein externes Büro vergeben worden", sagt Richtzenhain. 40 Teilnehmer kamen bereits Ende Mai zu einer Analyse der Stärken und Schwächen bei einem Workshop im Rathaus zusammen. "Ich hatte auch Tourismus-Experten aus Düsseldorf, dem Kreis Mettmann, Dormagen und Langenfeld eingeladen", erläutert die 33-Jährige. Mitte Juli werden in einer weiteren Zusammenkunft konkrete Maßnahmen erarbeitet, anschließend werden diese von der Bonner Agentur "projekt 2508" ausgefeilt, so dass die Politik nach den Ferien erste Ergebnisse erwarten darf.

Maximiliane Richtzenhain-Tischer vertritt Monheim außerdem im kreisweiten Marketing-Konzept "Neanderland". Und sie schätzt diese Kooperation: "Es ist ein Riesenpluspunkt, dass wir mitmachen können." Schließlich lebe der Tourismus von Marken, die die Region auch überörtlich bekannt machten. So eröffnet Manuel Andrack am Sonntag, 10.30 Uhr, auf dem Pilgerparkplatz in Velbert-Neviges den Neanderland-Steig. Die Route verbinde die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten im Kreis Mettmann und in den angrenzenden Städten. Wandern sei ein großes Thema für alle Altersgruppen. "Tolle Wege gibt es auch bei uns", freut sich die Naturliebhaberin.

(RP)
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